Stand: 23.03.2018 15:44 Uhr

Plastik in Kosmetik: Gefahr für die Umwelt?

von Saskia Engels
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Shampoos können flüssige Silikone enthalten.

Viele Kosmetikartikel enthalten biologisch schwer abbaubares Plastik. In Cremes, Gels und Shampoos befinden sich häufig flüssige Kunststoffe wie Silikone. Peelings und Seifen können Acryl-Verbindungen enthalten. Über das Waschbecken gelangen die Kunststoffpartikel ins Abwasser und von dort in die Umwelt. Sie wirken dort wie ein Magnet für Schadstoffe. Diese können sich zusammen mit den Plastikteilchen im Organismus von Wasserlebewesen anreichern.

Pflegeprodukte unterschiedlicher Marken auf einem Tisch.

Plastik in Kosmetik: Gefahr für die Umwelt?

Markt -

Viele Kosmetikartikel enthalten schwer abbaubare flüssige Kunststoffe und Acryl-Verbindungen. Wie erkennt man Plastik in Cremes, Gels, Shampoos, Peelings und Seifen?

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Kunststoffe in Kosmetik erkennen

Plastik in Kosmetikartikeln ist an diesen Bezeichnungen zu erkennen:

  • Cyclopentasiloxane
  • Dimethicone
  • Styrene/Acrylates Copolymer
  • Polyethylene

Silikone in Cremes und Shampoos

Silikone werden unter anderem in Cremes verwendet. Sie sind ein günstiger Ersatz für pflanzliche Fette und Öle und für die Industrie leicht zu verarbeiten. Silikone machen die Haut geschmeidiger. Viele Gesichtscremes bekannter Marken enthalten Silikone.

Bei einigen Shampoos werben die Hersteller damit, dass keine Silikone enthalten seien. Das Problem: Stattdessen verwenden viele Hersteller den Kunststoff Polyquaternium. Konzentriert gilt er als giftig für Wasserorganismen und ist biologisch schwer abbaubar.

Acrylat-Verbindungen in Peelings, Seifen und Duschgels

Acrylat-Verbindungen verdicken, trüben oder stabilisieren Kosmetikartikel wie Peelings, Seifen und Duschgels. Sie gelten als biologisch schwer abbaubar. Die sogenannten vernetzten Polyacrylate könne giftige Spurenstoffe enthalten, etwa das krebserregende Acrylamid.

Vorsicht bei Lippenstiften

In Lippenstiften sorgen Kunststoffe für eine cremige Textur und für Glanz auf den Lippen. Welche Kunststoffe enthalten sind, lässt sich beim Kauf meist nicht erkennen, denn die Inhaltsstoffe sind in der Regel gar nicht angegeben. Das Problem: Die Kunststoffe werden auch über den Mund aufgenommen.

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