Stand: 31.10.2016 06:00 Uhr  | Archiv

Notausgänge in Geschäften oft versperrt

 

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Karstadt-Schriftzug leuchtet am Gebäude der Warenhauskette © dpa - Bildfunk Foto: Martin Gerten

Gegendarstellung der Karstadt Warenhaus GmbH

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Anmerkung der Redaktion

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Notausgänge in Kaufhäusern und Geschäften sind häufig verschlossen oder mit Ware versperrt. In einer Stichprobe von Markt war dies in 10 von 30 überprüften Läden der Fall. Auch mit dem sogenannten Theaterriegel - ein über die gesamte Breite der Tür verlaufender Öffnungsriegel - ließen sich die Notausgänge nicht öffnen.

Fahrlässiger Umgang mit lebensrettenden Fluchtwegen

Die Feuerwehr Hamburg ist entsetzt über das Ergebnis der Stichprobe. Oberbrandinspektor Jan Ole Unger kritisiert den fahrlässigen Umgang mit lebensrettenden Fluchtwegen: "Grundsätzlich müssen Fluchtwege, zweite Rettungswege immer leicht und einfach zu öffnen sein, sie dürfen nicht verschlossen, versperrt, verstellt sein. Denn es heißt ja Notausgang. Es ist das Allerwichtigste, dass Menschen aus einer Gefahrensituation herauskommen und dafür sind Notausgänge da."

Das sagen die Händler

Gerry Weber

"Die Sicherheit unserer Kundinnen und Kunden (...) steht bei uns an erster Stelle. Ergänzend dazu befindet sich in Augenhöhe ein Notschalter."

 Verordnung: Notausgänge ständig freihalten

Wie Fluchtwege aussehen müssen, ist eindeutig geregelt. "Notausgänge müssen ständig freigehalten werden, damit sie jederzeit benutzt werden können", heißt es in den Technischen Regeln für Arbeitsstätten (ASR) nach Paragraf 7 der Arbeitsstättenverordnung. Ähnliche Anforderungen für Kunden regelt die Verkaufsstättenverordnung.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 31.10.2016 | 20:15 Uhr

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