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Vorsicht Fake-Shop: So erkennen Sie Betrüger

Stand: 17.12.2020 06:01 Uhr

Sie locken mit Billigpreisen, kassieren ab, aber liefern nie: Im Internet tummeln sich zahlreiche Fake-Shops. Mit diesen Tipps erkennen Sie die betrügerischen Online-Shops.

Günstige Preise sind für viele das wichtigste Argument für den Einkauf im Internet. Doch das vermeintliche Super-Angebot kann zur Falle werden. Neben vielen seriösen Händlern tummeln sich im Netz Betrüger mit sogenannten Fake-Shops. Sie locken ihre Kunden häufig über den Preis, kassieren ab, liefern die bestellte Ware aber nie aus oder versenden minderwertige Kopien von Markenartikeln.

Täuschend echte Websites

Ein Finger liegt auf einer Tastatur mit einem Einkaufswagen-Symbol © imago images / Panthermedia
Vor dem Bestellen sollte man sich genau über den Verkäufer informieren.

Fake-Shops von vertrauenswürdigen Anbietern zu unterscheiden, ist nicht einfach. Viele bauen ihre Website mit großem Aufwand oder kopieren existierende Seiten von Firmen täuschend echt. Daher gilt grundsätzlich: Wer ein günstiges Schnäppchen bei einem unbekannten Händler findet, sollte besonders kritisch sein. Preissuchmaschinen bieten einen guten Überblick über aktuelle Marktpreise.

Adresse genau ansehen

Jede Internetadresse gibt es im Netz nur einmal. Kleine Abweichungen genügen jedoch, um eine sehr ähnlich klingende zweite Adresse zu erzeugen. Bereits ein geänderter Buchstabe oder Strich in einem längeren Namen führt zu einer anderen Seite. Käufer sollten also den Domain-Namen (etwa: www.beispiel.de) genau prüfen. Kopierte Seiten lassen sich erkennen, wenn man den echten Shop per Suchmaschine aufruft und die Domains vergleicht. Domain-Namen, die nicht auf .de oder .com enden, sind ein Hinweis auf einen Verkäufer aus dem Ausland. Finger weg bei Adressen mit wirren Buchstabenkombinationen.

Wie wird bezahlt?

Am sichersten ist es, die Ware auf Rechnung zu bestellen und erst nach der Lieferung zu bezahlen. Leider bieten auch seriöse Händler diese Möglichkeit häufig nicht an. Bei Zahlung per Lastschrift oder über Dienste wie PayPal lässt sich das Geld zurückholen, wenn die Ware nicht ankommt. Fake-Shops fordern daher ausschließlich Vorkasse, Direktüberweisung oder Zahlung per Kreditkarte. Vorsicht, wenn der Konto-Name nicht nach einem Firmenkonto klingt oder sich das Konto im Ausland befindet, die IBAN also nicht mit DE beginnt. Selbst wenn ein Paket per Nachnahme ankommt, ist nicht garantiert, dass es die bestellte Ware enthält.

Siegel kritisch betrachten

Viele Internet-Shops werben auf ihren Seiten mit Siegeln, die für einen sicheren Einkauf stehen sollen. Neben seriösen Siegeln etwa von EHI, s@fer-shopping oder Trusted Shops gibt es auch frei erfundene Logos. Fake-Shops arbeiten häufig entweder mit solchen Logos oder sie fälschen die echten Siegel. Auf deren Websites kann man nachlesen, ob der jeweilige Shop wirklich mit dem Siegel ausgezeichnet wurde. Dort finden sich auch Tausende Kundenbewertungen über viele Händler.

Impressum und AGB prüfen

Jede seriöse Website hat ein Impressum, also Angaben über den Anbieter mit Adresse und Angaben aus dem Handelsregister, und einen Link zu den Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Diese Links stehen meist ganz unten auf der Seite. Zwar lassen sich solche Angaben fälschen, doch eine Suchmaschine wird unter einem echten Namen und der Adresse einige Treffer finden. Verdächtig ist, wenn es keine Kontaktmöglichkeiten gibt oder nur eine Mail-Adresse bei einem großen Anbieter wie gmx.de, web.de oder gmail.com. Findet sich eine Telefonnummer, empfiehlt sich ein Testanruf.

Bei der Polizei Anzeige erstatten

Wer auf einen Fake-Shop hereingefallen ist, sollte bei der Polizei Anzeige erstatten. Dafür möglichst viele Informationen über den Fake-Shop sichern: Screenshots der Website, Bestellbestätigungen und Kontoinformationen speichern. Nur dann können die Ermittler versuchen, die Betrüger zu fassen. Die Polizei Niedersachsen hat außerdem eine umfangreiche Website zum Thema Fake-Shops.

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Dieses Thema im Programm:

Nordmagazin | 16.12.2020 | 06:01 Uhr

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