Stand: 01.08.2017 12:15 Uhr  | Archiv

Energielabel wird vereinfacht

Energielabel hängt in einem Kühl-Gefriergerät. © NDR Foto: Axel Franz
Das EU-Energielabel soll Verbrauchern Orientierung beim Kauf geben.

Waschmaschine, Kühlschrank, Geschirrspüler: Wer ein neues Haushaltsgerät kauft, findet auf dem Gerät Angaben zum Energieverbrauch. Das sogenannte EU-Energielabel zeigt anhand von farbigen Balken und einer Klassifizierung nach Buchstaben, wie effizient das Gerät ist. G ist die ungünstigste Klasse, A+++ die beste. Doch damit ist jetzt Schluss. Die Klassifizierungen A+, A++ und A+++ werden abgeschafft. Künftig soll es nur noch A bis G geben. Ein entsprechendes EU-Gesetz ist jetzt in Kraft getreten.

Effiziente Geräte besser kenntlich machen

Ziel der Umstellung ist es, Kunden eine bessere Orientierung zu geben und mehr Spielraum für die Klassifizierung neuer, sparsamerer Geräte zu haben. Die Energiesparklassen A bis G galten schon früher. Weil immer mehr effiziente Modelle auf den Markt kamen, geriet das System aber an seine Grenzen. Der Klasse A wurden deshalb bis zu drei Pluszeichen angefügt. Für viele Verbraucher und Verbraucherschützer wirkte das verwirrend. Künftig soll A dauerhaft die beste Klasse bleiben. Um das sicherzustellen, sollen die Kriterien für die Einordnung laufend angepasst und Geräte bei Bedarf umgestuft werden.

Lange Übergangsfristen

Allerdings können Kunden nicht mit einer sofortigen Vereinfachung der Kennzeichnung rechnen, denn es gelten lange Übergangsfristen und die neue Klassifizierung wird stufenweise für verschiedene Produktgruppen eingeführt. Vor 2019 wird das neue Label nicht in den Geschäften zu finden sein, bei einigen Gerätegruppen auch erst später.

Lohnen sich stomsparende Geräte?

Geräte mit optimaler Energieeffizienz-Klasse sind in der Anschaffung spürbar teurer als vergleichbare Maschinen mit schlechteren Werten. Ob sich der höhere Preis auf Dauer lohnt, lässt sich kaum pauschal sagen. Generell gilt: Je häufiger das Gerät genutzt wird, desto schneller amortisiert sich der Aufpreis. Bei einem Kühlschrank etwa, der dauerhaft in Betrieb ist, macht die Anschaffung eines stromsparenden Geräts durchaus Sinn.

Was sonst noch auf dem Label steht

Neben dem Stromverbrauch informiert das Label noch über weitere technische Details der Geräte, etwa die Lautstärke, den Wasserverbrauch oder die Saugleistung eines Staubsaugers. Detaillierte Informationen rund um das derzeitige Energielabel bietet die Website der Deutschen Energie-Agentur.

Dieses Thema im Programm:

NDR Info | 13.06.2017 | 09:41 Uhr

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