Stand: 04.02.2019 11:18 Uhr  | Archiv

Bodymilk: Pflege für trockene Haut?

von Wiebke Neelsen
Eine Frau cremt den Oberarm ein. © imago stock&people Foto: Iryna Shpulak
Vor allem im Winter sollte man die Haut nach dem Duschen sorgfältig eincremen.

Im Winter neigen viele Menschen zu trockener Haut. Gründe dafür sind die Kälte im Freien und die trockene Heizungsluft. Pflegeprodukte wie Bodymilk und Bodylotion sollen die Haut feucht und geschmeidig halten. Einige Hersteller versprechen, dass ihre Produkte bis zu 48 Stunden lang wirken. Doch nicht jedes Produkt ist für jeden Hauttyp geeignet.

Bodylotion und Bodymilk im Vergleich

Körperpflege-Produkte gegen trockene Haut unterscheiden sich vor allem in ihrer Konsistenz:

  • Eine Bodylotion ist leichte Hautpflege.
  • Eine Bodymilk gibt der Haut mehr Feuchtigkeit.
  • Eine Körperbutter oder ein Körperöl sorgen für besonders viel Feuchtigkeit.

Im Winter empfehlen Experten eine Bodylotion als Basispflege, um ein Austrocknen der Haut gar nicht erst entstehen zu lassen. Bei Symptomen wie rauer Haut, Jucken oder Schuppen sollte man eine reichhaltigere Körperpflege auftragen, je nach Schweregrad eine Bodymilk, eine Körperbutter oder ein Körperöl.

Bodymilk: Wie oft eincremen?

In einer Stichprobe von Markt gab es kaum Unterschiede zwischen günstigen und teuren Bodymilks. Die Wirkung hielt bei allen Produkten über die vom Hersteller versprochene Dauer von 24 beziehungsweise 48 Stunden an. Je nach Produkt reicht es also, sich einmal am Tag oder alle zwei Tage mit der Bodymilk einzucremen, um ein Austrocknen der Haut zu verhindern.

Vorsicht bei Duftstoffen

Duftstoffe in Bodylotion, Bodymilk, Körperbutter oder Körperöl können ein Problem für Menschen mit vorgeschädigter Haut sein, etwa durch Neurodermitis. Sie sind anfälliger für Allergien, die durch Duftstoffe ausgelöst werden können.

Als "nicht sicher" bewertet das wissenschaftliche Komitee für Verbrauchersicherheit der EU-Kommission den Duftstoff Butylphenyl Methylpropional (auch Lilial genannt). Ein genotoxisches, das heißt fortpflanzungsschädigendes Potenzial könne nicht ausgeschlossen werden.

Mineralöl und Parabene gelten als sicher

Einige Produkte enthalten Mineralöle. Sie sind in der Liste der Inhaltsstoffe an Bezeichnungen wie Cera Microcristallina oder Paraffinum Liquidum zu erkennen. Parabene stehen im Verdacht, den Hormonhaushalt im Körper zu stören.

Die Hersteller weisen darauf hin, dass die in Kosmetika verwendeten Mineralöle sicher und hochgereinigt seien. Auch Experten wie Prof. Steffen Emmert von der Hautklinik Rostock sehen keine Gesundheitsgefahren durch Mineralöle und Parabene, weil die über die Haut aufgenommene Menge der Substanzen gering sei.

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Dieses Thema im Programm:

Markt | 11.02.2019 | 20:15 Uhr

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