Stand: 28.06.2018 12:50 Uhr

Kirschen: Gesund und knackig

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Frisch vom Baum schmecken Kirschen am leckersten.

Sommerzeit ist Kirschzeit. Von Mitte Juni bis Ende August kommen die aromatischen Früchte frisch in den Handel. Größtes Anbaugebiete in Norddeutschland ist das Alte Land am Unterlauf der Elbe mit einer Fläche von knapp 500 Hektar. Einen Rekord hält die Gemeinde Hagen südlich von Osnabrück: Dort wachsen 250 verschiedene Süßkirschsorten - so viele wie sonst nirgendwo in Europa.

Süß oder sauer?

Kirschen gibt es in großer Vielfalt und Hunderten von Sorten. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Süß- und Sauerkirschen. Bei Süßkirschen wiederum gibt es zwei Typen - die hartfleischigen Knorpelkirschen, auch Knupperkirschen genannt, und die weichfleischigen Herzkirschen. Beide schmecken am besten als Frischobst direkt vom Baum. Die ersten hellroten Sorten kommen bereits Ende Mai auf den Markt, im Juli folgen die dunkelroten. Sauerkirschen schmecken hingegen, wie der Name bereits sagt, fein säuerlich und sind ideal zum Backen, für Marmelade oder Kompott. Die bekannteste Sauerkirschsorte ist die dunkelrote Schattenmorelle.

Kirschen sind kalorienarm und reich an Vitaminen

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Kirschen lassen sich vielseitig verarbeiten, etwa zu leckerer Marmelade

Kirschen sind nicht nur lecker und aromatisch, sondern auch kalorienarm und gesund. Sie bestehen zu 85 Prozent aus Wasser und haben nur 55 Kilokalorien pro 100 Gramm. Außerdem stecken in den Früchten die wichtigen Vitamine A, B und C sowie viele Mineralien wie Kalzium, Magnesium, Mangan und Eisen - allesamt wichtig für den Aufbau von Knochen und Zähnen. Ein halber Liter Kirschsaft deckt den täglichen Vitamin-C-Bedarf eines Menschen. Kirschen sollen außerdem rheumatischen Beschwerden, Gicht und Blasensteinen entgegenwirken.

Eine gängige Regel lautet: Zu Kirschen kein Wasser trinken! Das stimmt so nicht mehr. Die Empfehlung stammt aus früheren Zeiten, in denen das Wasser oft mit Hefepilzen verunreinigt war. Sie ließen die Kirschen im Magen gären und verursachten Blähungen. Kirschen wirken allerdings leicht abführend und harntreibend.

Wo gibt es die besten Kirschen?

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Kirschen im Supermarkt stammen häufig aus Südeuropa.

In Deutschland wachsen in vielen Regionen Kirschen, aber in Supermärkten suchen Kunden sie oft vergeblich. Dort werden häufig Früchte aus dem Ausland angeboten, nur ein Drittel der heimischen Kirschen landet im Einzelhandel. Wer Kirschen aus der Region kaufen möchte, sollte auf den Wochenmarkt gehen oder direkt auf einem Obsthof kaufen. Vorteil: Dort sind die Kirschen frischer als im Laden. Viele Höfe im Norden, etwa im Alten Land, bieten Besuchern auch an, Kirschen selbst zu pflücken - das macht Spaß und spart Geld.

Kirschen richtig lagern und entsteinen

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Mit einem handelsüblichen Entsteiner lassen sich Kirschen leicht von den Kernen befreien.

Kirschen schmecken am besten frisch geerntet - dann sind sie am knackigsten. Die Früchte halten sich einige Tage im Kühlschrank. Wichtig: nicht entstielen und erst kurz vor dem Verzehr waschen. Temperaturschwankungen schaden den Früchten. Sie beginnen leicht zu schwitzen und schimmeln dann. Kirschen eignen sich gut zum Einfrieren. SIe können sowohl mit Kern als auch entsteint eingefroren werden. Auch eingemacht - etwa als Marmelade oder Kompott - lassen sich Kirschen viele Monate lang lagern.

Vor der Verarbeitung in der Küche müssen die Früchte entsteint werden - eine etwas mühevolle Arbeit. Das geht mit einem sehr scharfen Messer oder einem speziellen Entsteiner, der im Handel erhältlich ist. Aus einer Haarnadel, deren Enden in einen Korken gesteckt werden, lässt sich auch ein einfacher Entsteiner selbst basteln. Tipp: Die Kirschen vorher kurz ins Gefrierfach legen, dann lösen sich die Kerne etwas leichter.

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Dieses Thema im Programm:

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