Ein gepelltes, gekochtes Ei liegt auf einem Holzuntergrund. © photocase.de Foto: cyooh

Tipps und Tricks rund ums Ei

Stand: 13.04.2021 12:10 Uhr

Ob als Spiegelei oder Kuchenzutat: Eier gehören zu den beliebtesten Lebensmitteln. Wie viele Tage sind Eier haltbar? Wie lange kocht ein Frühstücksei? Und wie vermeide ich, dass sie beim Kochen platzen?

Wichtig ist, bei der Verarbeitung von Eiern immer auf die Haltbarkeit zu achten. Das gilt in besonderem Maße für alle Speisen, die rohes Ei enthalten, wie etwa Tiramisu, Pudding oder auch selbst gemachte Mayonnaise. Diese Gerichte sollten immer nur ganz frisch zubereitet und möglichst noch am selben Tag gegessen werden.

Eiweiß- und Eigelb-Reste aufbewahren und einfrieren

Eier, Zucker, Sahne, Eierlikör und zwei Vanille-Schoten auf einem Tisch © NDR Foto: Claudia Timmann
Eier sind eine wichtige Zutat für eine Vielzahl von Gerichten.

Etwas länger halten sich Reste von Eiweiß und Eigelb, wie sie etwa beim Auspusten von Eiern für die Osterdekoration übrig bleiben. Abgedeckt in einer Schüssel im Kühlschrank lässt sich beides etwa zwei bis drei Tage aufbewahren. Wer möchte, kann beides auch einfrieren. Dazu etwas Salz oder Zucker zu der Masse geben. In der Tiefkühltruhe bei minus 18 Grad hält sich ein Ei ohne Schale sechs bis zehn Monate. Hat man nur Eiweiß übrig, lässt sich dieses auch ohne Zugabe von Salz oder Zucker einfrieren. Tiefgekühlt hält es bis zu ein Jahr.

Mindesthaltbarkeit: Wie lang lassen sich Eiern verwenden?

Beim Kauf von Eiern empfiehlt es sich, immer auf das Mindesthaltbarkeitsdatum zu achten. Es endet 28 Tage nach dem Legedatum. Danach sind die Eier aber bei richtiger Lagerung noch nicht schlecht. Sie sollten jedoch nur noch zum Kochen oder Backen verwendet werden. Wichtig ist, dass sie auf eine Temperatur von über 70 Grad erhitzt werden, um mögliche Keime, wie etwa Salmonellen, abzutöten.

Rohe Eier am besten in der Kühlschranktür lagern

Am besten lagern rohe Eier im Eierfach in der Kühlschranktür. Wenn möglich, immer getrennt von anderen Lebensmitteln aufbewahren, da die Schale luftdurchlässig ist und die Eier Gerüche von stark riechenden Lebensmitteln wie Zwiebeln annehmen können. Die Eier vor dem Einlagern nicht waschen, um die natürliche Schutzschicht der Schale zu erhalten. Am besten mit dem spitzeren Ende nach unten aufbewahren, so halten sie sich länger. Das liegt daran, dass sich so die natürliche Luftkammer im Ei oben befindet. Andersherum gelagert steigt die Luft aus dieser Kammer nach einer Weile nach oben, wobei sich die Eihaut ablösen und Keime eindringen können.

Test im Wasserglas: Ist das Ei noch frisch?

Zwei ganze und ein aufgeschlagenes Ei, in der einen Hälfte der Schale befindet sich noch das Eigelb. © Fotolia.com Foto: ExQuisine
Frische Eier sinken in einem Wasserglas zu Boden.

Ob ein rohes Ei noch frisch ist, lässt sich ganz einfach testen: Dazu das Ei in ein Glas mit kaltem Wasser legen. Ein frisches Ei bleibt am Boden liegen, ältere Eier richten sich auf oder schwimmen an die Wasseroberfläche. Das liegt daran, dass aus einem älteren Ei schon Flüssigkeit durch die Schale hindurch verdunstet ist und der innere Hohlraum für Auftrieb sorgt. Mit etwas Übung lässt sich auch nach dem Aufschlagen erkennen, ob ein Ei ganz frisch oder bereits etwas älter ist: Bei frischen Eiern wölbt sich der Dotter und auch das Eiweiß nach oben, beim älteren Ei fließt das Eiweiß weit auseinander, der Eidotter ist flacher.

Durchgaren und Riechprobe schützen vor Keimen

Wer nicht sicher ist, ob ein Ei noch frisch ist, sollte es kochen, braten und gut durchgaren. Dadurch ist die Gefahr durch Keime gebannt. Danach lässt sich leicht und gefahrlos herausschmecken und auch riechen, ob ein Ei noch genießbar ist: Was noch gut riecht und schmeckt, ist auch noch gut.

Essig und Salz verhindern Platzen beim Kochen

Dass Eier, die zuvor angestochen wurden, beim Kochen nicht platzen, gehört ins Reich der Koch-Legenden. Experimente zeigten: Im Schnitt geht etwa jedes zehnte Ei beim Kochen kaputt - egal, ob angepiekst oder nicht. Hilfreicher ist es, Salz oder Essig in das Kochwasser zu geben. Dadurch gerinnt das austretende Eiweiß sofort und verschließt die Bruchstelle.

Abschrecken verringert Halbarkeit hart gekochter Eier

Zwei weichgekochte, geöffnete Eier in Eierbechern. © Fotolia.com Foto: George Dolgikh
Nur wer sein Ei weich mag, sollte es nach dem Kochen abschrecken.

Wer sein Ei hart gekocht mag, kann auf das Abschrecken verzichten. Durch das kalte Wasser lässt sich das Ei nicht leichter pellen, es verringert sich jedoch die Haltbarkeit. Für weich gekochte Eier empfiehlt sich dagegen das Abschrecken, um den Garvorgang zu stoppen. Ein hart gekochtes Ei bleibt im Kühlschrank etwa vier Wochen genießbar.

Hart gekochte Eier bilden manchmal einen grünlichen Rand rund um das Eigelb aus. Dabei handelt es sich um eine chemische Reaktion auf das Kochen zwischen dem Eisen des Eigelbs und dem Schwefel im Eiweiß. Geschmacklich und qualitativ ändert sich dadurch aber nichts.

Frühstücksei weich oder hart kochen: Die Garzeiten

Wie gut sich die Schale eines Frühstückseis nach dem Kochen lösen lässt, hängt davon ab, wie frisch das Ei ist: Je frischer, desto schlechter lässt es sich pellen. Die Festigkeit von Eigelb und Eiweiß hängt von der Kochzeit ab - die je nach Größe der Eier leicht abweichen kann:

  • Kochzeit vier Minuten: Eiweiß und Eigelb sind noch sehr flüssig.
  • Kochzeit fünf Minuten: Feste Eiweißhülle umschließt das weiche Eigelb.
  • Kochzeit sieben Minuten: Festes Eiweiß und Eigelb, wachsweicher Dotter- Kern
  • Kochzeit zehn Minuten: Eiweiß und Eigelb sind hart und lassen sich ohne Verformung schneiden.

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