Stand: 19.06.2017 10:00 Uhr

Der Chefdirigent im Porträt

In Wilhelmshaven geboren, begann Hengelbrock seine Karriere als Violinist in Würzburg und Freiburg. Seit 2011 ist er Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters.

Thomas Hengelbrock ist Chefdirigent des NDR Elbphilharmonie Orchesters, Gründer und Leiter der Balthasar-Neumann-Ensembles sowie Chef associé des Orchestre de Paris. Er zählt zu den herausragenden Opern- und Konzertdirigenten unserer Zeit. Sein Repertoire reicht von der Musik des 17. Jahrhunderts bis hin zu zeitgenössischen Werken und umfasst alle Gattungen.

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Hengelbrock nur noch bis 2019 Chefdirigent

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Mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester eröffnet er im Januar 2017 Hamburgs neues Konzerthaus, die Elbphilharmonie. Höhepunkte der jüngeren Vergangenheit waren u. a. Gastspiele im Concertgebouw Amsterdam, Wiener Konzerthaus, Festspielhaus Baden-Baden und Théâtre des Champs-Élysées in Paris, eine Asien-Tournee mit Konzerten in Seoul, Bejing, Shanghai, Osaka und Tokio oder die Eröffnung des Festivals "Prager Frühling". Die international gefeierte Zusammenarbeit mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester ist auch in CD-Einspielungen sowie TV-Produktionen dokumentiert. So erschienen auf CD bislang Werke von Mendelssohn, Schumann, Dvořak, Schubert und Mahler.

International gefragter Opern- und Konzertdirigent

Neben Konzerten in der Pariser Philharmonie gastiert Hengelbrock mit dem Orchestre de Paris 2016/2017 auch in Wien, Prag und Dresden. Die Balthasar-Neumann-Ensembles dirigiert er in dieser Saison auf drei Tourneen. Gastdirigate führen ihn zum Gewandhausorchester Leipzig, zum Concertgebouworkest Amsterdam und zu den Wiener Philharmonikern. Darüber hinaus leitet er die Cuban-European Youth Academy in Havanna.

Bereits als künstlerischer Leiter der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen (1995–1998), als Leiter des Feldkirch Festivals (2000–2006) und Musikdirektor der Wiener Volksoper (2000–2003) realisierte Thomas Hengelbrock szenische und genreübergreifende Projekte in außergewöhnlichen Konstellationen. Mit seinen Balthasar-Neumann-Ensembles sorgt er regelmäßig für Aufsehen, so etwa im Jahr 2013 mit konzertanten Aufführungen von Wagners "Parsifal" im Klangbild der Entstehungszeit. In Zusammenarbeit mit Schauspielern wie Johanna Wokalek, Klaus Maria Brandauer und Graham Valentine entstehen immer wieder musikalisch-theatralisch-literarische Projekte, die vom Publikum enthusiastisch aufgenommen werden.

Auf einen Blick

Die aktuellen Hengelbrock-Konzerte

Ein Überblick über die kommenden Konzerte mit Thomas Hengelbrock. mehr

Zeitgenössische Musik und historische Aufführungspraxis

Prägend für Thomas Hengelbrocks künstlerische Entwicklung waren seine Assistenztätigkeiten bei Antal Doráti, Witold Lutosławski und Mauricio Kagel, die ihn früh mit zeitgenössischer Musik in Berührung brachten. Neben der umfassenden Beschäftigung mit der Musik des 19. und 20. Jahrhunderts widmet er seine Arbeit intensiv der historisch informierten Aufführungspraxis. Seine Mitwirkung in Nikolaus Harnoncourts Ensemble "Concentus musicus" gab ihm entscheidende Impulse. Hengelbrock trug maßgeblich dazu bei, das Musizieren auf Originalinstrumenten dauerhaft im deutschen Konzertleben zu etablieren. In diesem Zusammenhang gründete er 1991 den Balthasar-Neumann-Chor und 1995 das Balthasar-Neumann-Ensemble. Beide Ensembles zählen zu den international erfolgreichsten ihrer Art.

Als Gastdirigent genießt Thomas Hengelbrock national wie international einen hervorragenden Ruf: Engagements führten ihn zu renommierten Orchestern wie dem Concertgebouworkest Amsterdam, den Wiener und Münchner Philharmonikern, dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks und vielen mehr. Regelmäßig ist er an der Opéra de Paris, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Konzerthaus Dortmund und Teatro Real Madrid zu Gast. Er arbeitet eng mit Sängern wie Plácido Domingo, Cecilia Bartoli, Anna Netrebko und Christian Gerhaher zusammen. 2011 debütierte er zudem mit Wagners "Tannhäuser" bei den Bayreuther Festspielen.

Aufgrund seines großen Engagements in der Musikvermittlung wurde Thomas Hengelbrock 2016 der Herbert von Karajan Musikpreis verliehen.

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