Ein Schulkind mit einem Corona-Selbsttest. © picture alliance / dpa Foto: Matthias Balk

Kostenlose Testmöglichkeiten für Schüler in den Herbstferien

Stand: 16.09.2021 17:35 Uhr

Zwei Wochen vor den Herbstferien hat Bildungsministerin Karin Prien am Donnerstag erklärt, wie Schüler auch während der schulfreien Zeit nachweisen können, auf Corona getestet worden zu sein.

Für die Kinder und Jugendlichen an Schleswig-Holsteins Schulen ist es inzwischen Alltag: Zwei mal in der Woche werden sie auf Corona getestet. Alternativ können sie sich zu Hause testen - die Eltern füllen dafür eine entsprechende Selbstauskunft aus. Die Schulen haben vor ein paar Wochen einen entsprechenden Nachweis ausgestellt, der belegt, dass die Schüler an diesem Schutzkonzept teilnehmen.

Ein Mädchen mit Schulranzen und Schutzmaske auf dem Schulweg. © panthermedia Foto: Hannes_Eichinger
AUDIO: Teststrategie für Schüler in den Herbstferien (1 Min)

Ergebnis nicht älter als 72 Stunden

Dieser Nachweis gilt laut Bildungsministerium Karin Prien (CDU) auch während der Ferien vom 4. bis 17. Oktober - allerdings nur in Verbindung mit einem Testnachweis. Das kann zum einen die Selbstauskunft über einen Test zu Hause sein oder ein Nachweis aus dem Testzentrum. Beides darf nicht älter sein als 72 Stunden.

"Testbescheinigung ermöglicht Teilhabe"

Nach den Worten von Prien werden die Schulen bei Bedarf vor den Ferien Testkits zur Verfügung stellen. "Die Selbstauskunft nach einem negativen Corona-Selbsttest gilt dann für Schülerinnen und Schüler wie ein Testzertifikat aus dem Testzentrum", so Prien. Das Ministerium bevorzuge Kinder und Jugendliche ganz bewusst. Die Ministerin betonte noch einmal, dass Testzertifikate der Schulen und die Selbsttests während der Ferien die gleiche Gültigkeit in der "3G-Welt" haben wie Testbescheinigungen aus dem Testzentrum. "Egal ob Kino, Museum oder Sport – die Testbescheinigung der Schülerinnen und Schüler ermöglicht Teilhabe!"

"Erwachsene schulden Kindern Solidarität"

Prien wies darauf hin, dass Kinder und Jugendliche besonders unter der Pandemie gelitten hätten. "Wir haben Kindern und Jugendlichen und ihren Familien viel abverlangt in den vergangenen anderthalb Jahren. Sie haben zeitweise auf den Präsenzunterricht verzichtet, auf Sport, Musikunterricht, den Kindergeburtstag, die große Party zum Schulabschluss." Das alles sei zum Schutz Älterer und der vulnerablen Gruppen geschehen, hob die Ministerin hervor. "Jetzt befinden wir uns in einer neuen Phase der Pandemie. Jetzt schulden die Erwachsenen den Kindern Solidarität. Die Interessen von Kindern und Jugendlichen müssen Priorität haben", betonte Prien.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.09.2021 | 18:00 Uhr

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