Stand: 31.08.2020 13:40 Uhr

30 Millionen Euro für gemeinnützige Einrichtungen

Gemeinnützige Vereine und Betriebe können ab Dienstag Sonderdarlehen beantragen. So will das Land sie durch die Corona-Pandemie manövrieren. Insgesamt stehen 30 Millionen Euro zur Verfügung. Davon können Einrichtungen profitieren, die nicht gewinnorientiert arbeiten - vom Privattheater bis hin zu Weiterbildungsstätten. Finanzministerin Monika Heinold (Grüne) betonte bei der Bekanntgabe des dritten Nachtragshaushalts die gesamtgesellschaftliche Bedeutung der Einrichtungen. "Gemeinsam mit dem Bund übernehmen wir das Haftungsrisiko bei Kreditanträgen und wollen damit gemeinnützige Organisationen stabilisieren, damit sie gut durch die Corona-Krise kommen", sagte Heinold.

Ein Schiffchen auf einem gefalteten Geldschein schwimmt in einem Wasserbecken. © picture-alliance Foto: Frank May

AUDIO: Heinold: Gemeinnützige Organisationen bekommen Corona-Hilfen (1 Min)

Land trägt 20 Prozent des Risikos

Die bundeseigene Staatsbank Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) übernimmt 80 Prozent der Risiken für die Gelder aus dem Programm und das Land die restlichen 20 Prozent. Somit hätten alle gemeinnützigen Organisationen die Möglichkeit ein Darlehen zu bekommen. Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FPD) erläuterte, dass viele der bundesweit über 600.000 Organisationen von der Corona-Krise betroffen seien. Sie benötigten Geld, das sie von Banken nicht erhielten wegen ihrer Rechtsform und des darin verankerten Fehlens einer Gewinnerzielungsabsicht. Für ein Darlehen müssen allerdings bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. So müssen die Organisationen unter anderem seit spätestens Anfang 2019 aktiv sein und mindestens zwei Mitarbeiter beschäftigen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 31.08.2020 | 14:00 Uhr

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