Stand: 09.07.2020 13:04 Uhr

Corona-Krise: Bundespräsident lobt Dräger in Lübeck

Wie funktionieren Beatmungsgeräte? Wie läuft die Produktion von Atemschutzmasken? Zwei Fragen, auf die Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier heute Antworten beim Medizintechnik-Hersteller Dräger in Lübeck bekam. Er war zusammen mit seiner Frau Elke Büdenbender zu Gast beim Unternehmen in der Hansestadt. Der Besuch bei Dräger war der erste Termin des Bundespräsidenten außerhalb Berlins seit Beginn der Corona-Krise. 

Steinmeier: Große Erwartungen an Dräger

Seit März arbeitet die Firma Dräger am sogenannten pandemischen Ventilator - einem Beatmungsgerät, das jetzt in die Produktion gehen soll. Normalerweise braucht das Unternehmen für solch eine Produktion - laut Geschäftsführer Stefan Dräger - mehrere Monate, teilweise sogar Jahre. Steinmeier zeigte sich sehr beeindruckt und dankte den Angestellten immer wieder. Die Firma Dräger sei ein Vorbild in Deutschland in Sachen Technologie von Beatmungsgeräten und Atemschutzmasken. In den vergangenen drei Monaten wurde seinen Worten zufolge mit großen Erwartungen und Hoffnungen nach Lübeck geschaut.

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NDR Reporter Phillip Kamke steht in Lübeck vor dem Firmengelände der Firma Dräger und spricht in die Kamera. © NDR
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Bundespräsident Steinmeier in Lübeck angekommen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ist in Lübeck angekommen. Zuerst trifft er sich mit dem Dräger-Vorstandsvorsitzenden - anschließend wird sich Steinmeier die Produktion der Beatmungsgeräte anschauen. 1 Min

Viele Aufträge wegen Corona

Seit dem Ausbruch der Pandemie boomt es bei Dräger. Die Auftragslage in diesem Jahr sei sehr gut, heißt es. Im Juni hatte das Unternehmen angekündigt, seine Produktionskapazitäten für Atemschutz in Deutschland und Schweden auszuweiten. Auch in Frankreich soll eine komplett neue Fabrik für Atemschutzmasken entstehen. Erst Anfang März hatte die Bundesregierung der Firma Dräger den Auftrag zur Lieferung von 10.000 Beatmungsgeräte erteilt. Das ist der größte Auftrag der Firmengeschichte. Auch von der US-Regierung hat Dräger einen Großauftrag für Atemschutzmasken erhalten. Dafür will das Unternehmen an der Ostküste der USA eine eigene Fabrik errichten, die bereits im September die Produktion aufnehmen soll. Außerdem soll der Standort in Lübeck ausgebaut werden. Dort will die Firma 400 neue Mitarbeiter einstellen.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 09.07.2020 | 08:00 Uhr

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