Impfdosen und Impfspritzen stehen auf einem Tisch vor dem AstraZeneca Logo. © picture alliance / Geisler-Fotopress Foto: Dwi Anoraganingrum

Corona-Impfungen: Terminvergabe für Prioritätsgruppe 2 beginnt

Stand: 02.03.2021 19:16 Uhr

Ab Dienstag, 9. März, können sich Berechtigte der Prioritätsgruppe 2 für einen Termin zur Impfung gegen das Coronavirus anmelden - ausgenommen sind Menschen, die 65 Jahre oder älter sind.

Schleswig-Holstein weitet seine Impfkampagne gegen das Coronavirus aus. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums können sich ab kommendem Dienstag (9.3.) auch Berechtigte der Prioritätsgruppe 2 online für einen Termin anmelden. Hintergrund sei die verfügbare Menge des Impfstoffes von AstraZeneca. Dieser ist nur für Menschen unter 65 Jahren zugelassen. Menschen, die zwar zur Prioritätsgruppe 2 zählen, aber älter sind, müssen sich demnach weiter gedulden.

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Impfdosen und Impfspritzen stehen auf einem Tisch vor dem AstraZeneca Logo. © picture alliance / Geisler-Fotopress Foto: Dwi Anoraganingrum

SH will AstraZeneca-Impfstoff auch über 65-Jährigen impfen

Außerdem öffnet das nördlichste Bundesland die Impf-Terminvergabe für die Prioritätengruppe 2 - los geht es am 9. März. mehr

Details zur Impfterminvergabe am Donnerstag

Zu Impfberechtigten der Priorität 2 gehören zum Beispiel Beschäftigte in Kitas und Grundschulen sowie chronisch kranke oder geistig behinderte Menschen unter 65 Jahren. Gleiches gilt für bis zu zwei enge Kontaktpersonen pflegebedürftiger oder schwangerer Personen sowie verschiedene Berufsgruppen, die einem erhöhten Infektionsrisiko ausgesetzt sind. Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) will am Donnerstag detailliert über die Impfterminvergabe informieren.

Viele Impftermine im Land bleiben bislang frei

In den Impfzentren lagern momentan viele Dosen des AstraZeneca-Impfstoffes - Impfttermine bleiben frei. "Offenbar ist die Zurückhaltung in Bezug auf den eingesetzten Impfstoff da. Das ist zumindest unser Rückschluss darauf, dass sehr verhalten auf das Angebot, mit AstraZeneca geimpft zu werden, reagiert wird", sagte Dithmarschens Landrat Stefan Mohrdieck (parteilos).

Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sprach am Dienstagnachmittag von einer Übergangsphase, in der es Lagerbestände gebe. Diese werde aber schnell enden, wenn auch Menschen der Prioritätsgruppe 2 geimpft werden.

Diese Personen gehören zur Prioritätsgruppe 2:

Personen, die 70 bis 79 Jahre alt sind

Personen mit Vorerkrankungen mit hohem Risiko

  • mit Trisomie 21
  • nach einer Organtransplantation
  • mit einer Demenz, einer geistigen Behinderung oder mit schwerer psychiatrischer Erkrankung
  • mit hämatologischer oder behandlungsbedürftiger Krebserkrankung
  • mit schweren Lungenerkrankungen (zum Beispiel COPD, Mukoviszidose)
  • mit Diabetes (mit HbA1c ≥ 58 mmol/mol oder ≥ 7,5%)
  • mit chronischer Leber- oder Nierenerkrankung
  • mit einem Body-Mass-Index über 40
  • mit einem ärztlich attestierten erhöhten Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf

Einen Impftermin buchen dürfen ab heute außerdem:

Bis zu zwei enge Kontaktpersonen

  • von Pflegebedürftigen, die 70 Jahre oder älter sind und nicht in einer Einrichtung leben
  • von Plegebedürftigen mit den oben genannten Vorerkrankungen, die nicht in einer Einrichtung leben
  • von einer schwangeren Person

Personal
  • in stationären Einrichtungen und in ambulanten Pflegediensten, das geistig behinderte Menschen behandelt, betreut oder pflegt
  • in medizinischen Einrichtungen, insbesondere Ärztinnen und Ärzte und sonstiges Personal mit regelmäßigem unmittelbarem Patientenkontakt
  • der Blut- und Plasmaspendedienste und in Corona-Testzentren. Impfberechtigt sind
  • Polizei- und Ordnungskräfte, die - etwa bei Demonstrationen - einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Soldatinnen und Soldaten, die bei Einsätzen im Ausland einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt sind
  • Personen, die im öffentlichen Gesundheitsdienst tätig sind
  • Personen in Positionen, die für die Aufrechterhaltung der Krankenhausinfrastruktur relevant sind
  • Beschäftigte in Kinderbetreuungseinrichtungen, in der Kindertagespflege, sowie in Grund-, Sonder- oder Förderschulen
  • Personen, die in Obdachlosen-, Asylbewerber-, Flüchtlings- oder Spätaussiedler-Unterkünften leben oder tätig sind
  • Personen, die mit anerkannten Angeboten zur Unterstützung im Alltag im Sinne des § 45a SGB XI regelmäßig bei älteren oder pflegebedürftigen Menschen tätig sind

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 02.03.2021 | 19:00 Uhr

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