Zwölf Sternsinger segnen das Landeshaus

Nach einem Jahr Corona-Zwangspause sind die drei heiligen Könige, Caspar, Melchior und Balthasar, am Donnerstag wieder um die Häuser in Schleswig-Holstein gezogen.

Die Sternsinger segneten auch das Landeshaus und sammelten Spenden für andere Kinder. Insgesamt zwölf Kinder sangen im Sitz des Schleswig-Holsteinischen Landtags am Westufer der Kieler Förde. Ein Kind malte mit Kreide den traditionellen Segen der Sternsinger an die Wand: "20*C+M+B+20", lateinisch: christus mansionem benedicat", zu deutsch "Christus segne dieses Haus".

Schlie empfängt Kinder

Empfangen wurden die Sternsinger von Landtagspräsident Klaus Schlie (CDU) - für ihn war es nach einer langen kranheitsbedingten Pause der erste öffentliche Auftritt. Das sein Comeback auf den Sternsinger-Tag fiel, mache ihn sehr glücklich, sagte er.

Sammeln für gesundheitsprojekte in Afrika

Träger der Aktion sind der Bund der Deutschen Katholischen Jugend und das Kindermissionswerk "Die Sternsinger". Dieses Jahr sammeln die Sternsinger dafür, dass die gesundheitliche Situation für Kinder zum Beispiel in Ägypten, Ghana und dem Südsudan verbessert wird. Das Motto lautet "Gesund werden - gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit".

Tradition seit 63 Jahren

Die Tradition der Sternsinger gibt es seit 1959. Seitdem bringen jedes Jahr bringen Jungen und Mädchen Gottes Segen zu den Menschen und sammeln Geld für Kinder in Not, mit dem Projekte in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa unterstützt werden. Im vorigen Jahr waren 38 Millionen Euro zusammengekommen, in Schleswig-Holstein 137.500 Euro - obwohl die Sternsinger wegen der Pandemie nur im Internet aufgetreten waren.

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