Stand: 20.03.2019 17:01 Uhr

Zukunft der Flensburger Werft FSG weiterhin unklar

Seit knapp fünf Wochen hat ein Finanzinvestor bei der Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG) das Sagen: Lars Windhorst hatte das angeschlagene Unternehmen vor der Insolvenz bewahrt. Doch nun stellen sich alle die Frage: Wird es auch auf lange Sicht weitergehen? Das war am Mittwoch auch Thema im Wirtschaftsausschuss des Landtags - der tagte in der Handwerkskammer in Flensburg. Heraus kam: Obwohl sich die Situation durch das Eingreifen des Investors etwas beruhigt habe, sei es noch zu früh Entwarnung zu geben, so Wirtschaftsstaatssekretär Thilo Rohlfs.

Voraussetzungen für Landesbürgschaften noch nicht erfüllt

Noch habe die Werft keine Landesbürgschaften beantragt, die könnten aber eine langfristige Perspektive für die Werft bedeuten. "Es ist bislang so, dass das Gutachten, das die entsprechenden Voraussetzungen für eine Bürgschaftsentnahme schaffen soll, nach unserem heutigen Stand noch nicht in Auftrag gegeben wurde. Wir als Land tun aber weiterhin alles, was rechtlich möglich ist, um die FSG zu unterstützen", so Rohlfs.

Weiterhin offene Rechnungen

Oberbürgermeisterin Simone Lange (SPD) war ebenfalls zu Gast im Ausschuss. Sie hat - nach eigenen Angaben - die Zusage von Investor Windhorst, dass in der Werft auch weiterhin Schiffe gebaut werden sollen. "Die Geschäftsführung muss sich sicherlich strategisch neu ausrichten, denn so wie sie bislang ausgerichtet war, hat es leider nicht zum Erfolg geführt. Dafür braucht die Geschäftsführung Zeit", sagte sie NDR Schleswig-Holstein.

Nach NDR Informationen gibt es nach wie vor nicht bezahlte Rechnungen von Zulieferern der FSG. Die Schulden bei den Flensburger Stadtwerken werden nach Angaben eines Sprechers aber mittlerweile nach und nach zurückgezahlt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.03.2019 | 17:00 Uhr

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