Stand: 23.09.2020 18:55 Uhr

Wegen Fangquoten: Abwrackprämie für Ostseekutter

In Brüssel haben sich Vertreter des EU-Parlaments, der Kommission und der Länder auf neue Finanzhilfen für Ostseefischer geeinigt. Konkret geht es dabei um die Abwrackprämie für Fischer, die die EU zahlen will. Je nach Kuttergröße ist dafür ein Betrag zwischen 50.000 und 850.000 Euro vorgesehen.

VIDEO: Albrecht: Prämie sei echte Perspektive (1 Min)

Albrecht zufrieden mit Einigung

Schleswig-Holsteins Umweltminister Jan Philipp Albrecht (Grüne) sieht das als Durchbruch an. Durch die endgültig Stilllegung einiger Kutter stünden den verbleibenden Fischereibetrieben genügend Fisch zur Verfügung, um wirtschaftlich leben zu können, ohne die Fangquote zu überschreiten, so der Minister. Vergangenes Jahr hatte die EU Fangquoten für Dorsch und Hering beschlossen, die deutlich niedriger sind als bisher. Die vergleichsweise hohe Anzahl an Fischereibetrieben zur Fangquote führt zu existenziellen Notlagen unter den Fischern. Mit Prämien sollten dauerhafte Stilllegungen einiger Betriebe erwirkt werden.

Prämie könnte sich nicht für alle lohnen

Auch der stellvertretende Vorsitzende des Landesfischereiverbandes Benjamin Schmöde begrüßt die Einigung auf EU-Ebene grundsätzlich. Er kritisiert allerdings, dass nach den aktuellen Plänen der EU die neuen Finanzhilfen mit alten Prämien verrechnet werden sollen. Er befürchtet, dass sich die Abwrackprämie deshalb vor allem für kleine Betriebe nicht lohnen wird. Die vorläufige Einigung auf EU-Ebene muss vom Rat der EU-Staaten und vom EU-Parlament noch bestätigt werden.

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Dennis Freitag nimmt einen Fisch auseinander. © NDR Foto: Astrid Wulf

Albrecht fordert Entschädigungen für Fischer

Um die Fischbestände zu schonen, möchte Fischereiminister Albrecht die Zahl der Ostseefischer reduzieren. Dafür fordert er ein attraktives Angebot für Fischer, die ihren Betrieb stilllegen. mehr

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 23.09.2020 | 20:00 Uhr

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