Verzögerung bei der Suche nach Atommüll-Endlager
Ein Standort für ein bundesweites Endlager für Atommüll kann im besten Fall erst im Jahr 2074 genannt werden. Zu diesem Ergebnis kommt ein neues Gutachten des Freiburger Öko-Instituts. Das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung hatte das in Auftrag gegeben.
Last für die Standortgemeinden
In Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen) gibt es ein Zwischenlager für schwach- und mittelradioaktiven Atommüll. Die Betriebsgenehmigung läuft jedoch 2034 schon ab. Brunsbüttels Bürgermeister, Martin Schmedtje (parteilos), ist genervt davon, dass sich die Endlager-Suche weiter verzögert: "Denn letztendlich ist das unser aller gesellschaftliche Verantwortung, eine Endlagerstätte zu finden, um auch die Standort-Kommunen, an denen die Atomkraftwerke gestanden haben oder noch stehen, so schnell wie möglich zu entlasten." Bislang war der Bund davon ausgegangen, dass ein Endlager im Jahr 2047 feststehen wird.
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