Kerzen stehen am Tatort in Flensburg Duborg auf dem Boden © NDR

Totschlagsprozess Flensburg: 20-Jähriger legt Geständnis ab

Stand: 20.09.2021 15:08 Uhr

Vor dem Flensburger Landgericht hat ein 20-Jähriger zugegeben, einen Jugendlichen getötet zu haben. Das Opfer - ein 16-Jähriger - wurde an Karfreitag dieses Jahres erstochen.

Die Tat vom 2. April 2021 hatte landesweit entsetzen ausgelöst. Mit einem Küchenmesser wurde ein 16-Jähriger erstochen und erlag noch am selben Tag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Am Montag startete der Prozess gegen einen 20-jährigen Mann. Zu Beginn des Verfahrens legte dieser ein Geständnis ab. Der Angeklagte und das Opfer kannten sich. Mehrere Male soll es Streit zwischen ihnen gegeben haben.

Tatort war Aussichtsplattform nahe einer Schule

Am Tag der Tat soll der 16-Jährige den 20-Jährigen bedroht und geschlagen haben. Daraufhin habe er auf den Jugendlichen eingestochen, so der Angeklagte. Die Tat ereignete sich auf einer Aussichtsplattform in der Nähe der Schule Duborgskolen. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Angeklagten Totschlag vor. Für die Hauptverhandlung sind zunächst Termine bis in den November angesetzt.

Trauermarsch durch Flensburg

Die Tat hatte in Flensburg zu großem Entsetzen geführt. Etwa zwei Wochen nach dem Verbrechen gab es einen Trauermarsch durch die Stadt. Vor allem Freunde und Mitschüler verabschiedeten sich von dem Jugendlichen. Am Tatort gab es eine Schweigeminute. Es wurden Blumen und Kerzen und Bilder vom Opfer niedergelegt.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.09.2021 | 12:00 Uhr

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