Stand: 08.01.2020 12:29 Uhr

Tödlicher Unfall eines Sechsjährigen: Prozess gestartet

Ein sechsjähriger Junge stirbt nach einem Badeunfall im Juni 2016 in einem Freibad in Bad Bramstedt (Kreis Segeberg). Nun müssen sich fünf Angeklagte vor dem Amtsgericht Neumünster verantworten. Die Staatsanwaltschaft Kiel wirft ihnen fahrlässige Tötung vor. Zum Prozessstart am Mittwoch wollten sich die drei Erzieherinnen und zwei Bademeister nicht zu den Vorwürfen äußern. Sie drückten der Familie aber durch ihre Anwälte ihr großes Bedauern und ihr Beileid aus. Die Eltern gaben unter Tränen an, nichts von dem Ausflug ins Schwimmbad gewusst zu haben.

Urteil noch in diesem Monat erwartet

Der Sechsjährige gehörte zu einer Gruppe von 15 Kindern, die von drei Betreuerinnen begleitet wurde. Sie und zwei Bademeister stehen seit Mittwoch vor Gericht. Alle fünf haben ihre Aufsichtspflicht verletzt, heißt es von der Staatsanwaltschaft. Laut Anklage hatte sich der sechsjährige Junge unbemerkt von der Gruppe entfernt und war Richtung Schwimmbecken gelaufen. Wenig später wurde er von zwei Jugendlichen leblos im Wasser entdeckt. Er konnte zwar reanimiert werden, starb aber einen Tag später in einer Hamburger Klinik. Ein Urteil will das Gericht noch in diesem Monat sprechen.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 08.01.2020 | 13:00 Uhr

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