Stand: 14.01.2020 00:01 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Streik der Busfahrer: Diese Linien sind betroffen

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Viele Busse bleiben heute in ihren Depots.

Weil etwa 1.500 Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu einem Warnstreik aufgerufen sind, fahren am Dienstag an vielen Orten in Schleswig-Holstein keine Busse. Ver.di hat angekündigt, die Verkehrsunternehmen in Kiel, Lübeck, Neumünster und Flensburg zu bestreiken. Wer mit dem Bus fahren möchte, sollte sich nach einer Alternative umsehen. NDR.de hat aufgelistet, welche Busse ausfallen. Um alle aktuellen Hinweise zu bekommen, sollten Fahrgäste zusätzlich auf die Internetseiten der jeweiligen Verkehrsbetriebe schauen. Dort ist genau beschrieben, ob und welche Busse trotz des Warnstreiks fahren werden.

  • In Flensburg fallen die Linien 1, 2, 3 und 5 Ring A komplett aus. Die Linien 4, 5 Ring B, 7, 10, 11, 12 und 14 werden teilweise gefahren. Über die genauen Fahrten will AktivBus auf ihrer Webseite informieren.

  • In Kiel fahren nach derzeitigem Kenntnisstand gar keine Buslinien der KVG. Nicht betroffen vom Streik sind lediglich die Fahrten der Verkehrsbetriebe Kreis Plön (VKP) sowie die Fahrten der Autokraft auf den 500er- und 900er-Buslinien. Außerdem gibt es auch zusätzliche Fahrten der Schwentinefähre zwischen Ost- und Westufer.

  • Auch in Neumünster sollen alle Buslinien, außer denen der Firma Autokraft, in den Depots bleiben. Einen Ersatzverkehr gibt es nicht, wie die Stadtwerke Neumünster mitteilen.

  • Die Busse des Stadtverkehrs Lübeck fahren nicht. Die Linien 30, 31, 32, 33, 35, 38, 39 und 40 der Lübeck-Travemünder-Verkehrsgesellschaft (LVG) sind von dem Streik nicht berührt und fahren nach Fahrplan, wiedie LVG informiert. Die aktuellen Beeinträchtigungen kann man auf der Webseite des SV Lübeck nachlesen. Voraussichtlich wird auch die Priwallfähre bestreikt. "Die Chance, dass sie fährt, liegt bei 50 Prozent", sagt Gerlinde Zielke vom Stadtverkehr Lübeck.

Kampf um mehr Gehalt

Hintergrund ist der Tarifstreit mit dem kommunalen Arbeitgeberverband. Die zweite Verhandlungsrunde war am vergangenen Donnerstag abgebrochen worden. Das Tarif-Angebot war Ver.di zu gering: Die Gewerkschaft fordert für die Busfahrer in diesem Jahr einen Festbetrag von 2,06 Euro pro Stunde mehr und eine Laufzeit von zwölf Monaten. Die Arbeitgeberseite hat laut Ver.di eine prozentuale-Erhöhung angeboten: 1,8 Prozent in diesem Jahr und ab dem nächsten 1,3 Prozent mehr. Dies sei zu wenig, und Geringverdiener profitierten davon am wenigsten, sagte ein Ver.di-Sprecher.

Weitere Informationen

In Schleswig-Holstein droht Streik der Busfahrer

10.01.2020 12:00 Uhr

Die Gewerkschaft ver.di hat 1.500 Beschäftigte im öffentlichen Nahverkehr zu einem Warnstreik aufgerufen. In mehreren Städten sollen am Dienstag die Busse stillstehen. mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 14.01.2020 | 06:00 Uhr

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