Zahlreiche Ferkel befinden sich in einem Stall. © picture-alliance Foto: Countrypixel | FRP

Schweinepest in MV: Landwirte in SH in Sorge

Stand: 16.11.2021 13:22 Uhr

Nach dem ersten Fall von Afrikanischer Schweinepest in einem Betrieb im Landkreis Rostock sind nun auch Landwirte in Schleswig-Holstein besorgt.

Zum ersten Mal wurde in Mecklenburg-Vorpommern die Afrikanische Schweinepest nachgewiesen - in dem betroffenen Mastbetrieb müssen deshalb jetzt tausende Schweine getötet werden. Schweinemasthalter aus den grenznahen Gebieten im Herzogtum Lauenburg berichten, dass die Hygienerichtlinien nun noch genauer eingehalten werden. Das heißt, immer Schuhe wechseln, wenn es in den Schweinestall geht und genau kontrollieren, wer dort rein und raus geht. Damit soll verhindert werden, dass sich die Tiere anstecken.

Schweinepest sorgt auch für finanzielle Probleme

Äußerst besorgt ist auch der Bauernverband. Vizepräsident Dietrich Pritschau sagte, dass die Vermarktung von Schweinefleisch jetzt nicht leichter werde - dabei seien die Preise ohnehin schon im Keller. Angesichts der Ansteckungsgefahr für die Tiere appelliert er an alle Schweinehalter in Schleswig-Holstein, "die Hygienekonzepte noch einmal zu überprüfen oder gar vom jeweiligen Kreisveterinäramt überprüfen zu lassen." In Schleswig-Holstein gibt es schon länger ein Frühwarnsystem für die Afrikanische Schweinepest. Halter können kostenlos Blutproben von verendeten Schweinen in das Landeslabor schicken. Dort wird dann geprüft, ob das Tier an dem Virus gestorben ist.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 16.11.2021 | 14:00 Uhr

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