Stand: 29.05.2018 13:38 Uhr

Schlag gegen Menschenhandel im Norden

Nach monatelangen Ermittlungen wegen des Verdachts des Menschenhandels hat die Polizei bei Razzien in Schleswig-Holstein und Niedersachsen mehrere Tatverdächtige festgenommen. In den frühen Morgenstunden wurden nach Angaben der Polizei 13 Wohnhäuser, Wohnungen und Lauben in Marne, Brunsbüttel, Meldorf (alle Kreis Dithmarschen), Wilster, Itzehoe (beide Kreis Steinburg) und in Niedersachsen durchsucht. Den Tatverdächtigen wird vorgeworfen, in Polen mittellose Menschen mit dem Ziel angeworben zu haben, in Deutschland Straftaten zu begehen. Insgesamt wurden sechs Haftbefehle gegen fünf Beschuldigte vollstreckt. Fünf weitere Tatverdächtige wurden vorläufig festgenommen. An dem Einsatz waren den Angaben zufolge rund 350 Polizisten und mehrere Staatsanwälte beteiligt.

Einbrüche in SH, NDS und HH

Die Tatverdächtigen sollen nach Angaben der Staatsanwaltschaft Itzehoe für Diebstähle, Betrug und Einbrüche verantwortlich sein. Ein Sprecher der Behörde sagte, die Beschuldigten hätten Menschen in Polen teilweise bedroht und gezwungen nach Deutschland zu kommen. Einige Polen kamen offenbar auch freiwillig, weil ihnen Versprechungen gemacht wurden. In Schleswig-Holstein, Hamburg und Niedersachsen haben die Betroffenen den Angaben zufolge dann Einbrüche und Diebstähle begangen. Bei den Ermittlungen geht es deshalb nicht nur um den Verdacht des Menschenhandels, sondern auch um banden- und gewerbsmäßigen Diebstahl und Betrug.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 29.05.2018 | 12:00 Uhr

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