Stand: 20.09.2018 13:58 Uhr

"Cannabis Connection": Prozess vorerst ausgesetzt

Ein dickes Buch mit der Aufschrift Strafprozessverordnung steht vor Gerichtsakten im Oberverwaltungsgericht in Schleswig. © dpa-Bildfunk Foto: Carsten Rehder
Der Flensburger Cannabisprozess gegen 13 Angeklagte muss neu beginnen.

Der Prozess gegen 13 Angeklagte, die sich wegen Anbau und Handel mit Drogen verantworten müssen, muss neu verhandelt werden. Die Erste Große Strafkammer habe das Verfahren ausgesetzt, teilte das Landgericht Flensburg mit. Der Verteidiger eines Angeklagten habe sein Mandat kurzfristig niedergelegt. Ihn vertritt nun ein Pflichtverteidiger, der die Aussetzung beantragt hat, um sich nun in den komplexen Verfahrensstoff einzuarbeiten. Die Kammer stimmte dem zu.

Befangenheitsantrag gegen Kammer zurückgewiesen

Der zuvor von mehreren Anwälten gestellte Befangenheitsantrag gegen die drei Richter und zwei Schöffen der Kammer ist nun ebenfalls zurückgewiesen worden. Die Hauptverhandlung wird voraussichtlich an einem der bereits abgestimmten Termine erneut beginnen.

Der Staatsanwalt wirft den 13 Männern aus Flensburg und Umgebung vor, in den Jahren 2008 bis 2016 als Vereinigung namens "Cannabis Connection" in Flensburg und den Kreisen Schleswig-Flensburg und Rendsburg-Eckernförde Marihuana angebaut und damit gedealt zu haben. Insgesamt sind laut Anklage fast 400 Kilogramm Gras geerntet worden - mit einem Wert von 1,5 Millionen Euro.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 20.09.2018 | 14:00 Uhr

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