Ein Schild "Impfung 3" ist an der Tür zu einem Impfraum zu sehen. © dpa Foto: Friso Gentsch

Neue Impfstellen in SH: Boostern im Turbo-Gang

Stand: 26.11.2021 17:20 Uhr

Seit Freitag gibt es in 16 der neuen Corona-Impfstellen im Land schon Booster-Impfungen. Insgesamt 26 Standorte sollen bis zum 6. Dezember einsatzbereit sein.

Die neuen Impfstellen sollen vor allem das Tempo bei den Covid-19-Auffrischungsimpfungen erhöhen, den sogenannten Boostern. Ziel ist nach Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein (KVSH) auch, die Praxen der niedergelassenen Ärzte bei den Corona-Impfungen zu entlasten. Termine für die Impfstellen können nur online über die Internetseite www.impfen-sh.de gebucht werden. Die gibt es bis zum 2. Dezember aber ausschließlich für Frauen und Männer, die 60 Jahre oder älter sind.

Eine Person bereitet eine Spritze mit Covid-19 Impfstoff vor. © picture alliance/dpa/Soeren Stache Foto: Soeren Stache
AUDIO: Impftempo in SH nimmt Fahrt auf (1 Min)

Termine in allen 26 Impfstellen möglich

Die Nachfrage bei Boosterimpfungen ist seit Wochen groß. Das zeigte sich auch am Donnerstag, als die Terminvergabe für die neuen Impfstellen startete. In den ersten vier Stunden nutzten das bereits rund 38.000 Menschen. Bis Freitagmorgen waren nach Angaben des Sozialministeriums schon rund 50.000 Termine reserviert. Wie Gesundheitsminister Heiner Garg (FDP) im Interview mit NDR Schleswig-Holstein sagte, gab es beim Onlineportal nur in den ersten Minuten technische Probleme, seitdem funktioniere alles sehr gut. Laut Gesundheitsministerium können inzwischen Termine in allen 26 Impfstellen reserviert werden. Demnach öffnen die Impfstellen in den kommenden Tagen nach und nach, sobald die räumlichen, personellen und organisatorischen Voraussetzungen vorliegen - spätestens bis zum 6. Dezember sollen alle startklar sein.

Eine halbe Million Termine bis Februar

Nach dem 2. Dezember können sich alle Impfberechtigten einen Termin holen. Etwa 500.000 Termine stehen für Erst-, Zweit- und Auffrischungsimpfungen bis Ende Februar zur Verfügung. Verimpft wird dort vorrangig das Vakzin der Firma Moderna, unter 30-Jährige erhalten ausschließlich Biontech. Man darf nicht wählen, welches Vakzin verimpft werden soll.

Empfohlen wird die Auffrischungsimpfung für diejenigen, deren zweite Impfung mindestens sechs Monate her ist. Wer mit Johnson&Johnson geimpft wurde, kann sich bereits nach vier Wochen eine Auffrischung holen. Außerdem wird es weiterhin täglich offene Impfaktionen ohne Termin im Land geben. Diese werden auf der Internetseite impfen-sh.de angekündigt.

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Gesundheitsminister Garg weist darauf hin, nicht mehr benötigte Termine in den Impfstellen wieder freizugeben: "Eine wichtige Bitte: Sollten Sie trotz Buchung eine andere Möglichkeit der Impfung wahrnehmen können, stornieren Sie bitte Ihre Buchung. So steht der Termin anderen Menschen zur Verfügung."

Raus aus der Pandemie mit Anzug des Impftempos?

Ralph Ennenbach von der KVSH ist überzeugt, alle drei Angebote zusammen - also die neuen Impfstationen, die mobilen Impfteams und die Hausarztpraxen - sorgen für den gewünschten Effekt: "Wir sind sehr zuversichtlich - nein, wir sind sicher, dass wir den Bedarf damit abdecken können", sagte Ennenbach. Er wagte außerdem eine vorsichtige Prognose: "Wir werden den Dezember, Januar und Februar mit Hochdruck impfen. Wenn man Optimist wäre und man guckt auf das Ende: Dann haben wir gute Aussichten, dass wir Ende Februar eine Chance haben, die Corona-Pandemie - zumindest was die Delta-Variante angeht - hinter uns zu lassen."

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 26.11.2021 | 17:00 Uhr

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