Stand: 26.03.2020 17:12 Uhr

NOK-Sperrung für den Ausbau der "Mittelachse"

Die erste von zwei Etappen ist geschafft: Diese Woche war von Montag bis Donnerstag der Nord-Ostsee-Kanal (NOK) in Höhe Rade jeweils von 9 Uhr bis 13 Uhr gesperrt. Grund ist der Ausbau der Hochspannungsleitung "Mittelachse". Die neue 380 Kilovolt (kV)-Höchstspannungsleitung führt auch über den NOK. Nach Angaben von Peter Hilffert, Sprecher des Netzbetreibers Tennet, liefen die Arbeiten reibungslos. Bereits vor einigen Wochen wurde mithilfe eines Hubschrauber das sogenannte Vorseil montiert. Das dient als Grundlage, um jetzt die weiteren Arbeiten durchzuführen. Bis zu vier Monteure saßen gleichzeitig hoch oben im Mast. Sie zogen dicke Stahlseile empor und befestigten sie.

Sperrung aus Sicherheitsgründen

Um die Sicherheit für die Mitarbeiter und Schiffe zu gewährleisten, wurde der Nord-Ostsee-Kanal jeweils für rund vier Stunden gesperrt. Nach Angaben des Wasserstraßen- und Schifffahrtsamts Kiel-Holtenau (WSA) kam es zu kurzen Wartezeiten im Kanal. Laut WSA-Sprecher Matthias Visser fahren zum Zeitpunkt der Sperrung statistisch gesehen acht Schiffe durch diesen Abschnitt. "Die für die Regelung des Schiffverkehrs im NOK zuständige Verkehrszentrale in Brunsbüttel hat die Schiffsführer rechtzeitig informiert, so dass sie maximal vier Stunden warten mussten", sagte Matthias Visser.

Arbeiten gehen in der kommenden Woche weiter

"Das Wetter war perfekt", freut sich Tennet-Sprecher Peter Hilffert. "Bei starkem Wind, Gewitter oder Glatteis wären die Arbeiten nicht möglich gewesen." Der Netzbetreiber hofft jetzt auf ähnliches Wetter in der kommenden Woche. Auch dann soll der NOK wieder von Montag bis Donnerstag jeweils von 9 Uhr bis 13 Uhr gesperrt werden.

Probebetrieb der 380-KV-Leitung im Sommer

Die Arbeiten finden im Zusammenhang mit dem Ausbau der neuen 380-KV-Freileitung - der "Mittelachse" - statt. "Jetzt wurden und werden die Seile eingezogen, die für die fertige Leitung gebraucht werden", erklärt Peter Hilffert. Die "Mittelachse" beginnt in Hamburg Nord und verläuft nach Norden über Audorf, Schuby und Handewitt westlich an Flensburg vorbei bis nach Dänemark. Bislang verläuft zwischen Hamburg und Dänemark eine 220-kv-Freileitung. Um den Anforderungen der Energiewende gerecht zu werden, wird sie auf einer Länge von 150 Kilometern durch eine neue 380-KV-Freileitung ersetzt. Sie kann sieben Mal so viel grünen Strom transportieren. Im Oktober soll die Leitung in Betrieb gehen. Tennet geht davon aus, dass im Sommer der Probebetrieb startet.

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