Die Schwebefähre an der Rendsburger Hochbrücke.

NOK: Arbeiten an neuer Schwebefähre schreiten voran

Stand: 14.09.2021 17:14 Uhr

Nach mehr als fünfeinhalb Jahren hängt unterhalb der Rendsburger Hochbrücke wieder ein Teil der Schwebefähre. Arbeiter haben am Dienstagmorgen begonnen, einen Teil des sogenannten Fahrwagens zu befestigen.

Noch hängt der Fahrwagen an Kränen und nicht an der Brücke. An ihm wird die eigentliche Fähre später mal hängen. Für die Ingenieure war das am Dienstag ein besonderes Ereignis, berichtet Jörg Brockmann von der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung: "Für uns Ingenieure war das ein sehr spannender Tag, weil tatsächlich hier Planung und Realität zusammenpassen müssen. Und ich muss sagen, für heute - bis auf eine Kleinigkeit zwischendurch - hat das eigentlich alles gepasst und ist gelaufen wie geplant."

Teile werden verschraubt und in Schiene eingesetzt

Der Fahrwagen ist zweigeteilt, denn anders lässt er sich nicht montieren. Am Mittwoch soll der zweite Teil montiert werden. Dann werden beide Teile miteinander verschraubt und in die Schiene unter der Eisenbahnbrücke gesetzt. "Wir hoffen, so ist zumindest der jetzige Plan, dass wir Ende Oktober die Fahrbühne tatsächlich mit dem Fahrwagen verbinden können. Das ist so eine Drahtseilaufhängung. Und dass wir dann Anfang November in den Probebetrieb gehen können. Das wird dann der nächste große Schritt sein für uns", sagt Brockmann.

Anfang 2022: Wieder Passagiere und Autos über NOK

Anfang kommenden Jahres soll die Fähre dann wieder normal in Betrieb gehen und dabei bis zu vier Fahrzeuge und 100 Passagiere über den Nord-Ostsee-Kanal mitnehmen können. Die Rendsburger Schwebefähre war im Januar 2016 mit einem Frachtschiff kollidiert. Dadurch war sie so schwer beschädigt, dass die Fähre nicht mehr fahren konnte und eine neue gebaut werden musste. Rund 13 Millionen Euro kostet die neue Schwebefähre inklusive Herstellung, Transport und Montage.

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Schleswig-Holstein Magazin | 14.09.2021 | 19:30 Uhr

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