Stand: 11.01.2019 20:51 Uhr

Kommt das Semesterticket oder kommt es nicht?

Die Einführung eines landesweiten Semestertickets zum kommenden Wintersemester steht offenbar auf der Kippe. Das Studierenden-Parlament der Hochschule Flensburg hat den Vertragsentwurf mit den Verkehrsbetrieben abgelehnt. Das Parlament begründet das mit rechtlichen Bedenken. Studenten und Verkehrsbetriebe könnten - so die Befürchtung - den Vertragsentwurf unterschiedlich auslegen.

Jurist hat Lücken im Vertragsentwurf entdeckt

Es seien einfach zu viele Fragen offen gewesen, sagt Robert Krugmann vom Flensburger Studierenden-Parlament. Deshalb hätten die Studierenden etwa ein Dutzend Punkte herausgeschrieben und von einem Fachanwalt überprüfen lassen. Darin ging es laut Krugmann unter anderem um zu knappe Fristen, um das Tickets zu beantragen. Ein weiteres mögliches Problem: Auch diejenigen, die das landesweite Semesterticket gar nicht brauchen, können klagen. Der Anwalt habe - so schildert es Robert Krugmann - in dem Vertragswerk Lücken und Interpretationsräume gefunden.

Minister zeigt sich überrascht

Grundsätzlich sei man aber für das Ticket, so der Sprecher des Studierenden-Parlaments. Für die Einführung bräuchte es die Zustimmung aller Studierenden-Parlamente im Land. Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) zeigte sich überrascht und betonte, das Förderangebot des Landes bleibe bestehen. Bereits zum kommenden Wintersemester sollten Studierende in Schleswig-Holstein die öffentlichen Verkehrsmittel zu einem Festpreis nutzen können - so oft sie wollen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 11.01.2019 | 20:00 Uhr

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