Stand: 07.10.2019 09:47 Uhr

Klimawandel: Schleswig-Holsteiner sollten handeln

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Extreme Wetterphänomene mit Starkregen werden immer häufiger. Städte und Gemeinden sollten sich besser dagegen rüsten, fordert der Gemeindetag.

Hagel, Sturm und Starkregen - die Zahl der Extremwetterlagen in Norddeutschland hat in den vergangenen Jahren zugenommen. Vor allem Starkregen ist zum Problem geworden: Er überflutet regelmäßig Straßen und Grundstücke, weil die Kanalisation nicht für so große Wassermengen ausgelegt ist. Meteorologen machen den Klimawandel dafür verantwortlich. Sind wir in Schleswig-Holstein überhaupt genügend darauf vorbereitet? Städte und Gemeinden sind gefragt, aber auch Hauseigentümer sollten handeln, fordert der Schleswig-Holsteinische Gemeindetag.

Sind Vorgaben in Bebauungsplänen eine Maßnahme?

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Um in Zukunft für solche extremen Wetterphänomene gerüstet zu sein, müsse ein Umdenken statt finden, meint Jörg Bülow vom Schleswig-Holsteinischen Gemeindetag. Städte und Kommunen sollten Unwettersituationen schon bei der Planung neuer Gebäude berücksichtigen, auch bei Einfamilienhäusern. "Es kann dazu kommen, dass die Gemeinden künftig den Grundstückseigentümern im Bebauungsplan auch Vorgaben machen können", sagt Bülow. Das könnten zum Beispiel Gründächer sein oder die Möglichkeit zur ausreichenden Versickerung von Wasser, etwa auf Rasenflächen.

Versicherungsschutz dringend überprüfen

Experten sehen aber auch Nachholbedarf beim Versicherungsschutz. Jeder Hauseigentümer sollte die Gefahrenlage für seine Immobilie abschätzen und bei Bedarf eine Elementarversicherung abschließen. Sie übernimmt Schäden, die durch Hochwasser, Überschwemmungen, Rückstau und Starkregen entstehen. Ob eine solche Versicherung sinnvoll ist, hängt jedoch unter anderem von der geografischen Lage des Gebäudes ab.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 07.10.2019 | 12:00 Uhr

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