Stand: 28.11.2019 21:50 Uhr

Bürger sollen Wünsche zur Fehmarnsund-Querung äußern

Die Deutsche Bahn hat am Donnerstag acht Lösungsvorschläge für eine neue feste Fehmarnsund-Querung vorgestellt. Diese wurden zuerst am Runden Tisch, dann im Dialogforum diskutiert und am Abend der Öffentlichkeit präsentiert.

70 Interessierte Anwohner aus der Region sind ins Meerhus nach Großenbrode (Kreis Ostholstein) gekommen. Sie wollen bei den acht Lösungsvarianten ganz genau hinschauen, sagen sie. Denn das Thema Sund-Querung ist kontrovers. Möglich wäre der Bau einer neuen Brücke oder eines Tunnels. Der Tenor der Menschen aus der Region: Sie wollen sich mitgenommen fühlen bei der Entscheidung. Und es soll schnell eine Lösung gefunden werden. Ab sofort können die Menschen aus der Region ihre Wünsche und Anregungen äußern.

Am 18. Dezember kommt der runde Tisch erneut zusammen, um konkret über eine Lösung zu sprechen. Eine Entscheidung über die neue feste Fehmarnsund Querung soll Anfang Januar fallen.

Wegen des geplanten Fehmarnbelttunnels muss nach Ansicht von Verkehrsexperten auch eine neue Fehmarnsundbrücke gebaut werden. Am Sund würde sonst ein Flaschenhals entstehen, der zu Rückstau und Verkehrschaos auf Fehmarn und dem Festland führen könnte.

Acht Varianten, sehr unterschiedliche Kosten

Mitte November hatte die Bahn ihre Planungen für eine neue Querung in Oldenburg erstmals den betroffenen Bürgermeistern und Verbänden vorgestellt. Es sind acht verschiedene Varianten im Rennen: Vier mit und vier ohne die bestehende Sundbrücke. Zur Auswahl stehen ein bis zu zwei Milliarden Euro teurer Bohrtunnel und ein wesentlich günstigerer Absenktunnel. Beide würden im westlichen Bereich, weit weg von Naturschutzgebieten, verlaufen.

Ebenfalls im Gespräch sind zwei Brückenlösungen an der Stelle, wo derzeit die Sundbrücke verläuft. Entweder eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke oder zwei getrennte Brücken. Hier liegen die Kosten nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein bei etwa 800 Millionen Euro. Eine Entscheidung soll es erst zum Ende des Jahres geben. Die Bauzeit schwankt je nach Variante zwischen vier und elf Jahren.

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 28.11.2019 | 19:30 Uhr

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