Stand: 19.09.2019 05:00 Uhr

Hohn feiert 400.000 Transall-Flugstunden

Eine fliegende Legende: Damit ist ausnahmsweise einmal nicht Superman gemeint, sondern die Transall - ein Flugzeugmodell, das beim Lufttransportgeschwader 63 in Hohn bei Rendsburg seit 1968 regelmäßig in die Luft steigt. Ein echter Oldtimer der Luftwaffe also. Doch die Tage der Transall sind gezählt. Ende 2021 wird der Flugbetrieb auf dem Fliegerhorst Hohn eingestellt, dann werden auch die letzten 15 Transall-Maschinen in Rente geschickt. Nun hat die Besatzung aber erst mal die 400.000. Flugstunde mit dem Flugzeug gefeiert. Die Ehre dieses rekordverdächtigen Fluges kam Oberstleutnant Oliver Zimmermann zuteil, passionierter Fan des robusten Fliegers.

Transall: Hohn feiert die 400.000ste Flugstunde

Transall: Hohn feiert 400.000ste Flugstunde

Schleswig-Holstein Magazin -

Das Lufttransportgeschwader 63 in Hohn bei Rendsburg hat die 400.000ste Flugstunde der Transall gefeiert. Im Cockpit saß Oberstleutnant Oliver Zimmermann.

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Klopfen hilft dem Zeiger auf die Sprünge

Bei der Transall wird noch ohne Joystick geflogen. Das ist einer der Gründe für die innige Beziehung des Piloten zu dem Transportflugzeug. Oft hört Zimmermann von seinen Kollegen, dass in anderen Flugzeugen die Frage aufkommt: "Was macht er denn jetzt?" Damit sei aber keinesfalls der Co-Pilot gemeint, sondern der Bordcomputer. So etwas gibt es bei der Transall nicht.

"Hier ist noch alles mechanisch und hydraulisch", erklärt Zimmermann. Das mache Ausfälle im Gegensatz zur Technik moderner Maschinen leichter erklärbar. Oft sei die angebliche Störung nur eine falsche Zeigeranzeige, die sich bei der robusten Transall ganz altmodisch durch ein einfaches Klopfen beheben ließe.

Transall in vielen Krisengebieten im Einsatz

Zimmermann allein kommt in seinen 22 Dienstjahren auf mehr als 3.000 Stunden mit der Transall. Mit ihr war er in vielen Krisengebieten unterwegs: in Bosnien, im Kosovo, in Afghanistan, im Sudan und in Mali. Material liefern, Verletzte retten, deutsche Staatsbürger aus Kriegsregionen ausfliegen. Als Flugzeug mit Platz für 92 Passagiere komme die Transall trotz ihrer Größe fast überall hin: "Wir können auf Flugplätzen landen, da könnten sonst nur kleine Sportflugzeuge hin", erklärt der Pilot.

In ein solches Kleinflugzeug setzen würde sich Oliver Zimmermann nach der Pensionierung der "alten Dame" aber nicht: "Das wirkt mir alles im Vergleich zu dieser robusten Transall zu klapprig."

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Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 18.09.2019 | 19:30 Uhr

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