Stand: 21.05.2020 18:05 Uhr  - NDR 1 Welle Nord

Himmelfahrt in SH: Volle Küsten, keine Zwischenfälle

An Himmelfahrt haben sich viele Menschen auf den Weg an Schleswig-Holsteins Küsten gemacht. Die Nordseeinseln und die großen Badeorte St. Peter-Ording und Büsum waren am Vatertag coronabedingt für Tagesgäste dicht. Die Landespolizei kontrollierte nach eigener Aussage an den Zufahrtsstraßen - zum Beispiel in St. Peter-Ording. Dort war auch Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU), die zufrieden mit dem Verhalten der Menschen ist: "Es ist absolut ruhig und friedlich. Es ist zwar ganz gut was los. Aber die Polizeibeamten vor Ort haben mir gesagt, dass die meisten auch Bescheid wissen. Hier war keiner großartig überrascht." Den Angaben zufolge musste ungefähr ein Viertel der Anreisenden zurückgewiesen werden. Sie konnten nicht nachweisen, dass sie ein Hotel gebucht hatten.

Staus vor den Zufahrten

Wegen der Kontrollen kam es an den Zufahrtsstraßen nach St. Peter-Ording zu Staus. Auch in Büsum wurde an den Hauptzufahrten kontrolliert. Laut Polizei gab es dort aber ein Kommunikationsproblem, so dass die Kontrollen erst um 14 Uhr begonnen haben. Dort mussten die Beamten rund ein Drittel der Anreisenden wieder nach Hause schicken. Im Ort selbst waren sehr viele Spaziergänger unterwegs. Die Einkaufsstraße war eingezäunt. Nach Informationen von NDR Schleswig-Holstein hat das Ordnungsamt deshalb die Gäste aufgefordert, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen. Nach Polizeiangaben gab es an der gesamten Westküste keine Verstöße gegen die Abstands- und Hygieneregeln. Weniger als 10 Einsätze zählten die Beamten wegen betrunkener Männer auf Vatertagstouren.

Viele Gäste an der Ostsee

Auch die Ostseestrände waren sehr gut besucht. Für die Badeorte an der Ostsee gelten die generellen Einschränkungen nicht. Auf den Autobahnen und Zubringerstraßen Richtung Timmendorfer Strand staute es sich zeitweise. Am Strand selbst waren fast alle Strandkörbe belegt. Überall ist es nach Angaben der Polizei das gleiche Bild in Grömitz, Scharbeutz, auf Fehmarn, Lübeck-Travemünde und auch in Timmendorf und Niendorf. Die Ostseebäder sind mit Familien gut gefüllt. Größere Probleme oder Zwischenfälle gab es nicht, so ein Polizeisprecher - bis auf eine Ausnahme: Ein 44-jähriger Vater aus dem Kreis Herzogtum Lauenburg war mit seinen beiden Söhnen im Alter von 16 und 20 Jahren mit einem Gummiboot und Außenboarder in Lübeck auf der Trave unterwegs. Der Mann hatte laut Polizei 1,93 Promille Alkohol im Blut.

460 zusätzliche Beamte im Einsatz

Um die Vorgaben durchzusetzen, hatte die Polizei ihre Präsenz im ganzen Land erhöht. 460 zusätzliche Beamte wurden eingesetzt. "Wir unterstützen die zuständigen Behörden bei der Überwachung der Auflagen und Beschränkungen von Land, Kreisen und kreisfreien Städten", erklärte Torge Stelck vom Landespolizeiamt.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.05.2020 | 13:00 Uhr

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