Stand: 25.04.2020 17:57 Uhr

Fehmarnbeltquerung: Kritik an Dänemarks Startplänen

Die Ankündigung der dänischen Regierung, am 1. Januar 2021 mit dem Bau des Fehmarnbelt-Tunnels zu beginnen, stößt auf deutscher Seite auf Protest: Tunnel-Gegner und Naturschützer verweisen darauf, dass das Projekt in Deutschland noch gar nicht endgültig genehmigt sei. Solange das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig noch nicht über die Klagen gegen den Tunnel entschieden habe, dürfe Dänemark den deutschen Vertragspartner nicht vor vollendete Tatsachen stellen, sagen die Tunnel-Gegner. Geklagt hatten Umweltorganisationen und die Reedereien Scandlines und Stena Line. Das Gericht will in der Sache im Spätherbst entscheiden. Die Ankündigung der Dänischen Regierung sei eine Missachtung der deutschen Souveränität, sagten ein Nabu-Sprecher und eine Sprecherin des Vereins Beltretter.

Rohlfs: Konkreter Baustart könne noch nicht genannt werden

Schleswig-Holsteins Verkehrsstaatssekretär Thilo Rohlfs (FDP) begrüßte das hohe Engagement der Dänen. "Klar ist aber auch, dass das Projekt massiv beklagt ist und belastbare Termine über einen konkreten Baustart noch nicht genannt werden können", sagte Rohlfs. Das sehen Tunnelbefürworter anders. Vertreter regionaler Wirtschaftverbände und das Unternehmen Baltic FS, das beim Tunnelprojekt mitarbeiten will, zeigten sich erfreut, dass jetzt endgültig Planungssicherheit bestehe. Das dänische Verkehrsministerium geht davon aus, dass die Fehmarnbeltquerung 2029 in Betrieb genommen werden kann.

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NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 25.04.2020 | 15:00 Uhr

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