Bad Oldesloe: Experten entschärfen alle vier Fliegerbomben

Stand: 18.07.2021 16:45 Uhr

Marathon-Einsatz für den Kampfmittelräumdienst in Schleswig-Holstein: Die Spezialisten haben am Sonntag in Bad Oldesloe (Kreis Stormarn) gleich vier Fliegerbomben entschärft.

Die Profis machten die vier Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in einem Wohngebiet unschädlich - dabei hatten sie keine größeren Probleme. Es handelte sich um zwei amerikanische und zwei britische Fliegerbomben. Es war auch kurz ein lauter Knall zu hören. Bei den beiden britischen Bomben wurden gemeinsam die Zünder nach der Entschärfung vor Ort gesprengt, weil sie in einem zu schlechten Zustand waren, um transportiert zu werden.

Menschen dürfen früh wieder in Häuser zurück

Das Sperrgebiet wurde aufgehoben. Etwa 2.800 Menschen waren von der Evakuierung betroffen. Sie konnten ab etwa 14 Uhr - und damit früher als angesetzt - wieder in ihre Häuser und Wohnungen zurückkehren.

"Die Evakuierung verlief planmäßig und ohne größere Zwischenfälle", sagte Stadtsprecherin Agnes Heesch und fügte an: "Ein Dank an alle Mitmenschen, die großartig mitmachen. Jeder Einzelne trägt zum Gelingen dieser außergewöhnlichen Lage bei."

Einsatzkräfte hatten vor der Freigabe geprüft, ob alle Menschen den Gefahrenbereich verlassen haben. Auch mit Lautsprecherdurchsagen wiesen Helfer auf die bevorstehende Bombenentschärfung hin.

VIDEO: Zünder gesprengt, Sperrungen aufgehoben (1 Min)

Teile der Bundesstraße 208 im Sperrbereich

Rund um die Fundorte im Südosten von Bad Oldesloe gab es einen großen Sperrbereich. Die Bahnstrecke Hamburg- Lübeck war davon nicht betroffen, aber Teile der Bundesstraße 208. Sie blieb aber für den Durchgangsverkehr geöffnet. Auch ein Alten- und Pflegeheim lag in dem Bereich. Die Bewohner durften im Haus bleiben, weil sie in einem von den Bomben weit genug entfernten Teil untergebracht werden können. Auch die Straßensperren wurden von der Polizei aufgehoben.

Zweite Evakuierung im Juli für die Kreisstadt

Der letzte Einsatz des Kampfmittelräumdienstes in Bad Oldesloe ist noch nicht lange her: Erst am 2. Juli hatten die Spezialisten in der Kreisstadt des Kreises Stormarn eine Fliegerbombe entschärft. Damals mussten rund 2.300 Anwohner ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Auch zwei Pflegeheime waren betroffen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 18.07.2021 | 15:00 Uhr

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