Stand: 01.11.2017 18:23 Uhr

Ascheregen über Wedel - Auflagen für Kohlekraftwerk

Im Streit um Partikel aus dem Kohlekraftwerk in Wedel (Kreis Pinneberg) hat die zuständige Aufsichtsbehörde des Landes jetzt strengere Auflagen für den Kraftwerksbetreiber Vattenfall formuliert. Demnach dürfen die Partikel aus dem Kraftwerk keine Schäden hinterlassen, die sich nicht mit üblichen Mitteln entfernen lassen. Vattenfall ist verpflichtet, durch einen unabhängigen Sachverständigen nachzuweisen, dass keine derartigen Schäden verursacht werden. Diese entstehen nach Recherchen des Schleswig-Holstein Magazins aber seit vergangenem Jahr immer wieder, auch nachdem Vattenfall im Sommer 2017 neue Filteranlagen im Kraftwerk eingebaut hat. Welche Folgen die Anordnung für den Kraftwerksbetrieb hat, wenn der Betreiber diese Auflagen nicht erfüllt, ließ die Behörde offen.

Ascheregen nervt Anwohner

Anwohner, Betreiber und Aufsichtsbehörde streiten bereits seit mehr als einem Jahr auch über mögliche Gesundheitsgefahren. Eine Bürgerinitiative hatte im vergangenen Jahr ein neues Gutachten vorgestellt. Darin kommt das Hamburger Institut für Ökologie und Politik (Ökopol) zu dem Ergebnis, dass die Partikel hoch aggressiv und ätzend sind. Besorgniserregend sei demnach der hohe Nickelgehalt, hieß es.

Der Betreiber des Kohlekraftwerks, Vattenfall, hatte zuvor ein eigenes Gutachten in Auftrag gegeben. Demnach bestehen die Partikel aus Asche und Gips und stellen keine Gefahr für die Gesundheit dar.

Dieses Thema im Programm:

Schleswig-Holstein Magazin | 01.11.2017 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus Schleswig-Holstein

04:37
Schleswig-Holstein Magazin

Schwierige Anreise: Mit dem Schiff zum Jahrmarkt

19.10.2018 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
02:53
Schleswig-Holstein Magazin

Weltrekordversuch: Lego-Kran aus 30.000 Steinen

19.10.2018 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin
03:00
Schleswig-Holstein Magazin

Die Veranstaltungstipps fürs Wochenende

19.10.2018 19:30 Uhr
Schleswig-Holstein Magazin