24-Jähriger ohne Führerschein überfährt drei Fußgänger

Stand: 21.01.2021 18:52 Uhr

Tragischer Unfall in Neumünster: Ein Autofahrer ist aus noch unbekannten Gründen in eine Gruppe von Fußgängern gefahren. Eine Frau und ein Mann - beide Polizisten - starben, eine weitere Frau ist lebensgefährlich verletzt.

Der Unfall ereignete sich nach Angaben der Polizei um etwa 22.50 Uhr am Mittwochabend in Höhe der Einfelder Schanze in Neumünster. Ein Autofahrer kam von der Straße ab, prallte zunächst gegen einen Baum, dann gegen zwei Betonpfeiler und rutschte anschließend mit seinem Fahrzeug in eine Gruppe von drei Fußgängern. Zwei Menschen starben noch am Unfallort, eine weitere, 27 Jahre alte Frau wurde mit lebensgefährlichen Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht.

VIDEO: Polizeisprecher Petersen: Fahrer hatte keinen Führerschein (1 Min)

Autofahrer ohne Führerschein

Der Autofahrer war nach Angaben der Polizei 24 Jahre alt und hatte keinen Führerschein. Die Opfer waren ebenfalls noch jung mit 30 und 34 Jahren. Sie waren ein Paar und arbeiteten beide als Polizisten. Die Spuren weisen laut Polizei auf einen Unfall hin. Warum der Autofahrer die Kontrolle verlor, ist noch nicht geklärt. Die Polizei geht davon aus, dass der 24-Jährige zu schnell gefahren ist. Um zu klären, ob Alkohol oder Drogen im Spiel waren, musste der Mann eine Blutprobe abgeben - die Ergebnisse stehen noch aus. Der Unfallverursacher erlitt einen Schock und befindet sich ebenfalls im Krankenhaus.

Innenministerin Sütterlin-Waack: Unfall macht mich fassungslos

Als oberste Dienstherrin der Polizei hat sich auch Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) zu dem Unfall in Neumünster geäußert, bei dem zwei Polizisten ums Leben kamen. Es mache sie wirklich fassungslos, wie diese beiden Menschen, die ihre Zukunft noch vor sich hatten, von einer Sekunde auf die andere aus dem Leben gerissen wurden, erklärt Sütterlin-Waack in einer Mitteilung. Sie wünscht darin den Angehörigen ganz viel Kraft, um diese furchtbare Tragödie durchzustehen. Außerdem hoffe sie, dass die lebensgefährlich verletzte Frau sich erhole und wieder gesund werde.


21.01.2021 09:30 Uhr

Korrekturhinweis: Die Polizei hatte am Donnerstagmorgen falsche Angaben zum Gesundheitszustand der schwerverletzten Frau gemacht. In einer früheren Version des Artikels hieß es, die Frau sei verstorben. Wir bitten, das zu entschuldigen.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Welle Nord | Nachrichten für Schleswig-Holstein | 21.01.2021 | 09:00 Uhr

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