Stand: 03.12.2019 18:00 Uhr

Wulff wird Ehrenbürger von Osnabrück

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Wulff habe sich um Osnabrück verdient gemacht, heißt es in der Beschlussvorlage. (Archivbild)

Der frühere Bundespräsident Christian Wulff wird Ehrenbürger seiner Heimatstadt Osnabrück. Die Auszeichnung soll im kommenden Jahr im Rahmen eines Festaktes verliehen werden. Der Rat der Stadt stimmte am Dienstag mehrheitlich einem Vorschlag des Oberbürgermeisters Wolfgang Griesert (CDU) zu. Wulff, so die Beschlussvorlage, habe sich in besonderer Weise um seine Heimatstadt verdient gemacht. Mit der Auszeichnung will der Rat vor allem Wulffs Verdienste um den Erhalt des Automobilstandorts Osnabrück nach der Insolvenz des Cabrio-Bauers Karmann vor zehn Jahren würdigen. VW hatte große Teile des Werks übernommen. Damals saß Wulff als niedersächsischer Ministerpräsident im Aufsichtsrat des Autokonzerns.

Erster Antrag 2011 - Zum Beginn der "Causa Wulff"

Schon einmal hatte in Osnabrück ein Antrag auf Ehrenbürgerwürde für Wulff auf dem Tisch gelegen. Der kam jedoch zu einem ungünstigen Zeitpunkt: im Dezember 2011, als Vorwürfe wegen eines privaten Hauskredits bekannt wurden. Sie waren der Beginn einer langwierigen, komplexen Affäre um Wulff, die dazu führte, dass er das Amt des Bundespräsidenten niederlegte. Erst 2014 ging die "Causa Wulff" mit einem Freispruch vor Gericht zu Ende.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.12.2019 | 08:00 Uhr

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