Stand: 15.01.2019 21:31 Uhr

Lingen: Defekter Verdampfer war Ursache für Brand

Das Umweltministerium hat die Brandursache für das Feuer in der Brennelementefabrik in Lingen geklärt. Demnach hat ein Defekt an einem Verdampfer für uranhaltige Flüssigkeit den Brand im Dezember ausgelöst. In dem betroffenen Gerät werde demnach uranhaltige Flüssigkeit untersucht. In der Heizung habe es einen Defekt gegeben. Dadurch sei ein Kunstofftisch in Brand geraten. Auch Gase seien verpufft.

Produktion der Anlage ruht vorerst

Das Ministerium lässt nun Fertigungsanlagen und Technikräume der Brennelementefabrik nun auf mögliche Risiken für einen erneuten Brand untersuchen. Dies sagte eine Sprecherin NDR 1 Niedersachsen. Der Produktionsbetrieb der Anlage ruhe weiterhin, hieß es.

Staatsanwaltschaft ermittelt weiter

Während für das Umweltministerium die Suche nach der Brandursache damit abgeschlossen ist, laufen die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Osnabrück weiter. Derzeit gebe es aber keine neuen Erkenntnisse, sagte ein Sprecher am Dienstag NDR 1 Niedersachsen.

Atomkraftgegner fordern seit langem, die Brennelementefabrik in Lingen stillzulegen. An diesem Sonnabend ist dazu eine Demonstration in Lingen geplant. Anlass ist der 40. Jahrestag der Inbetriebnahme der bundesweit einzigen Fertigungsanlage.

Weitere Informationen

Lingen: Es brannte doch im nuklearen Bereich

In der Brennelementefabrik in Lingen hat es doch in einem nuklearen Bereich gebrannt, wie NDR 1 Niedersachsen erfahren hat. Seit dem Brand ruht die Produktion im betroffenen Labor. (10.12.2018) mehr

Stichwort: Die Brennenelementefabrik Lingen

In der Nähe des AKW Lingen fertigt Advanced Nuclear Fuels (ANF) Brennelemente mit dem Brennstoff Urandioxid an. Diese werden in andere Länder exportiert und in AKW-Reaktoren eingesetzt. (07.12.2018) mehr

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Osnabrück | 15.01.2019 | 17:00 Uhr

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