Vor dem Eingang eines Gebäudes steht ein Schild mit der Aufschrift "Landgericht Oldenburg". © NDR Foto: Julius Matuschik

Staatsanwaltschaft fordert Freisprüche für Högel-Vorgesetzte

Sendedatum: 20.09.2022 18:00 Uhr

Die Staatsanwaltschaft sprach sich vor dem Oldenburger Landgericht am Mittwoch für den Freispruch der sieben ehemaligen Vorgesetzten des verurteilten Patientenmörders Niels Högel aus.

Angeklagt sind drei Ärzte, zwei leitende Pflegerinnen, ein leitende Pfleger und ein ehemaliger Geschäftsführer der Kliniken Oldenburg und Delmenhorst. Die Staatsanwältin Gesa Weiß sagte in ihrem Schlussplädoyer, dass es zwar Auffälligkeiten und Vermutungen gegeben habe, doch eine vorsätzliche Beihilfe durch Unterlassen oder eine bewusste Inkaufnahme weiterer Schädigungen von Patienten durch Högel nach Sichtung der Beweise nicht festzustellen sei.

VIDEO: Freispruch für Högels Vorgesetzte erwartet (1 Min)

Ehemalige Vorgesetzte können wohl Freispruch erwarten

Vor drei Wochen hatte das Gericht bereits mitgeteilt, dass es für eine Verurteilung der drei Angeklagten des Delmenhorster Klinikums keine ausreichenden Beweise gebe. Im Juli äußerte sich das Gericht im Fall der Beschuldigten des Krankenhauses Oldenburg ähnlich. Das Urteil wird am 25. Oktober erwartet. 2019 wurde der Krankenpfleger Niels Högel wegen Mordes an 85 Patientinnen und Patienten zu lebenslanger Haft verurteilt.

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Blick auf den Lappan, das Wahrzeichen der Stadt Oldenburg. © NDR Foto: Julius Matuschik
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Dieses Thema im Programm:

Niedersachsen 18.00 | 20.09.2022 | 18:00 Uhr

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