Norddeich: Seehundstation verabschiedet Heuler in Freiheit

Stand: 13.08.2021 17:41 Uhr

Die Seehundstation Norddeich im Landkreis Aurich hat am Freitag damit begonnen, die ersten Heuler der Saison auszuwildern. Es waren deutlich weniger Jungtiere als üblich.

2021 seien nahezu 25 Prozent weniger Tiere als im Vorjahr eingeliefert worden, sagte Peter Lienau, Leiter der Seehundstation. Als Gründe führt er an, dass Feiertage wie Pfingsten und Fronleichnam vor Beginn der Haupt-Geburtenphase lagen. Vor allem aber waren Corona-bedingt weniger Gäste an der Küste.

Weniger Touristen bedeutet weniger Heuler

Der Rückgang der Zahlen lasse also "signifikant darauf schließen, dass Störungen durch Menschen ursächlich für die Trennung von Mutter- und Jungtier sind", sagte Lienau. Durch wiederholte Störungen könnten die Jungtiere nicht ausreichend gesäugt werden und genügend Kraft- und Fettreserven ansammeln. Beziehungsweise verbrauchten sie durch Flucht ins Wasser und Schwimmen zusätzliche Energie. Gibt es dann keinen Kontakt mehr zwischen Jung- und Muttertier, spricht man von einem Heuler.

Heuler müssen bei Auswilderung mindestens 25 Kilo wiegen

So wie bei "Max" , "Sixtyfour" und "Martin", die nach durchschnittlich 60 Tagen Vollpension in der Seehundstation auf Juist ausgewildert werden. Am Sonnabend dann folgt noch Heuler "Luna", die von ihrer Patin in die Freiheit entlassen wird. Alle vier Jungtiere haben das dafür nötige Auswilderungsgewicht von mindestens 25 Kilogramm erreicht.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 13.08.2021 | 17:00 Uhr

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