Stand: 11.09.2020 16:30 Uhr

Lies fordert mehr Geld für Schutz der Küsten

Ein Schild an der Strandpromenade von Wangerooge warnt vor dem Betreten des Strandes nach Sturmfluten. © picture alliance/dpa Foto: Peter Kuchenbuch-Hanken
Die Sturmfluten in diesem Jahr haben Niedersachsens Küsten - wie hier auf Wangerooge - heftig zugesetzt.

Mehr Geld für den Schutz der Küsten - das fordert Umweltminister Olaf Lies (SPD) vom Bund. Weil der Meeresspiegel ansteige, seien in Zukunft jährlich 100 Millionen Euro für den Ausbau und die Instandsetzung der niedersächsischen Deiche notwendig, so der Politiker. Schon jetzt fließen rund 63 Millionen Euro jährlich in den Schutz der Küsten - rund 70 Prozent davon kommen vom Bund. Für die künftigen Aufgaben reichen die Investitionen laut Lies aber "vorne und hinten nicht".

Deiche auf Inseln müssen dringend befestigt werden

Die Forderung kommt zeitgleich mit dem Jahresbericht des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Daraus geht hervor, dass die Sturmfluten in diesem Frühjahr vor allem auf den niedersächsischen Inseln große Schäden angerichtet haben. Auf Juist, Langeoog und Wangerooge müssen in der Folge Strandabschnitte erneuert und Schutzdünen ertüchtigt werden. Zwar werde es wegen des Klimawandels in Zukunft nicht unbedingt mehr Sturmfluten geben, so Lies. Aber sie würden heftiger ausfallen. Außerdem müsse Klimaschutz künftiger noch intensiver betrieben werden.

NLWKN: Küstenschutz ist Daueraufgabe

Auch NLWKN-Direktorin Anne Riekmeyer fordert, mehr in Küstenschutz und Deichsicherheit zu investieren: "Küstenschutz ist Daueraufgabe", so Riekmeyer. Zwar betonte sie, dass die Deiche jetzt so sicher sein, wie noch nie. Fertig werde man mit dem Thema Deichschutz aber nie.

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Aktuell | 11.09.2020 | 14:00 Uhr

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