Stand: 16.11.2018 12:04 Uhr

Jungfernfahrt der "AIDAnova" ist abgesagt

Alle Reisen mit der "AIDAnova" bis zum 22. Dezember fallen aus. (Archivbild)

Bei der Fertigstellung des Kreuzfahrtschiffes "AIDAnova" kommt es zu weiteren Verzögerungen. Wie die Papenburger Meyer Werft heute mitteilte, kann das Schiff erst im Dezember an AIDA Cruises übergeben werden. Die Reederei mit Hauptsitz in Rostock hat daraufhin die für den 2. Dezember von Hamburg aus geplante Jungfernfahrt sowie mehrere weitere Reisen abgesagt. Die ersten Passagiere sollen nun am 19. Dezember auf Teneriffa an Bord gehen können. AIDA Cruises kündigte auf der Internetseite des Unternehmens an, dass den Gästen der Reisepreis sowie bereits entstandene Kosten für An- und Abreise vollständig erstattet werden.

AIDA Cruises sagt mehrere Reisen ab

Folgende Reisen können nach Angaben der Reederei nicht durchgeführt werden:

  • Jungfernfahrt "Von Hamburg nach Gran Canaria" (2. bis 15. Dezember 2018)
  • Jungfernfahrt "Von Hamburg nach Teneriffa" (2. bis 12. Dezember 2018)
  • "Von Hamburg nach Lissabon" (2. bis 8. Dezember 2018)
  • "Von Lissabon nach Gran Canaria" (8. bis 15. Dezember 2018)
  • "Kanaren & Madeira 4" ab/bis Teneriffa (12. bis 19. Dezember 2018)
  • "Kanaren & Madeira 3" ab/bis Gran Canaria (15. bis 22. Dezember 2018)

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Probleme mit Theaterparkett und Kassensystem

Den zeitlichen Verzug begründete Werftsprecher Günther Kolbe gegenüber NDR 1 Niedersachsen mit der Komplexität des Prototyps. Da seien Anlaufschwierigkeiten nicht ungewöhnlich. Trotzdem sei natürlich nicht schön, dass die Abgabefrist nicht eingehalten werden kann, so Kolbe. Die "AIDAnova" ist das erste von der Meyer Werft gebaute Kreuzfahrtschiff, das komplett mit Flüssiggas (LNG) betrieben werden kann. Die aktuellen Probleme mit dem Schiff hätten aber nichts mit dem Gasantrieb zu tun, betonte der Sprecher. Im Theater müsste beispielsweise noch ein fehlerhafter Parkettboden ausgewechselt werden, sagte Kolbe. Außerdem seien die Räume zur Aufstellung der Kassensysteme noch nicht fertiggestellt.

Kabinenbrand sorgt für Verzögerungen

Ursprünglich war die Übergabe der "AIDAnova" für den 15. November vorgesehen. Nach einem Kabinenbrand Ende Oktober hatte die Werft mitgeteilt, dass dieser Termin nicht gehalten werden kann. Daraufhin waren bereits mehrere Kurzreisen abgesagt worden. Erst am Donnerstag hatte es Berichte gegeben, dass die Werft auch bei anderen Schiffsneubauten nicht im Zeitplan liegt und deshalb mit dem Betriebsrat freiwillige Mehrarbeit bis Ende des Jahres vereinbart wurde.

Hinweis der Redaktion: In einer früheren Version dieses Artikels stand, es gebe Probleme mit den Kassensystemen. Das ist nicht richtig. Die für die Aufstellung der Kassensysteme geplanten Räume waren noch nicht fertig, deshalb konnten die Kassensysteme noch nicht aufgestellt werden. Wir haben den Text entsprechend korrigiert und bitten, den Fehler zu entschuldigen.

 

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 16.11.2018 | 09:30 Uhr

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