Stand: 04.05.2018 15:21 Uhr

Holocaust-Leugnerin nicht zur Haft erschienen

Die Frist ist abgelaufen: Die Holocaust-Leugnerin Ursula Haverbeck ist nicht wie gefordert zum Antritt ihrer Haft erschienen. Das teilte die Staatsanwaltschaft Verden am Freitag mit, wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet. Die Ladung war in der vergangenen Woche verschickt worden. Nun werde die Behörde "das Erforderliche" veranlassen, hieß es dem Bericht zufolge - die Strafprozessordnung sieht für einen solchen Fall einen Vollstreckungshaftbefehl vor.

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"Den Holocaust hat es nicht gegeben"

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Haverbeck bestreitet, dass Auschwitz ein Vernichtungslager war

Die mehrfach vorbestrafte 89-jährige Haverbeck war Ende August 2017 vom Landgericht Verden wegen Volksverhetzung in acht Fällen zu einer zweijährigen Freiheitsstrafe ohne Bewährung verurteilt worden. Hintergrund waren Beiträge der Rechtsextremistin im Neonazi-Blatt "Stimme des Reiches". Darin bestritt sie den Holocaust. "Wir haben nicht die Erwartung, dass Sie aufhören", sagte der Richter bei der Urteilsverkündung zur Angeklagten. Haverbeck hat wiederholt behauptet, dass in Auschwitz kein Vernichtungslager, sondern lediglich ein Arbeitslager der Nationalsozialisten existiert habe. Ihre Anwälte argumentierten, dass diese Aussagen vom Recht auf freie Meinungsäußerung gedeckt seien. Aktuell kandidiert Haverbeck für die Partei "Die Rechte" zur Europawahl.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Oldenburg | 27.04.2018 | 06:30 Uhr

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