Wolfsberaterin fühlt sich von Landwirt bedroht

Stand: 17.03.2021 21:46 Uhr

Im Landkreis Uelzen wird der Streit um den Wolf mit immer härteren Bandagen ausgefochten. Ein Landwirt hat ein gerissenes Galloway-Rind vor dem Haus einer Wolfsberaterin in Wriedel abgelegt.

Der Landwirt und zwei Helfer sollen den zerfetzten Kadaver von der Ladefläche eines Pick-ups gezerrt und in die Hauseinfahrt geworfen haben. Dann soll der Landwirt einen Brief überreicht haben - mit dem Wunsch, ihm das Ergebnis der DNA-Probe des Rinds mitzuteilen. Einer der Begleiter habe der Wolfsberaterin gedroht: "Das ist erst der Anfang, wir können auch ganz anders." Die Polizei ermittelt nun wegen des Verdachts der Nötigung. Vom Landkreis erwartet den 66 Jahre alten Mann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren wegen des unsachgemäßen Transports und Entsorgung eines Tierkadavers.

Landwirt bereut Aktion nicht

Der Landwirt rechtfertigte sein Verhalten. Er sagte dem NDR in Niedersachsen, dass er seine Aktion nicht bereue - auch wenn er schlecht geschlafen habe. Er habe viel positives Feedback erhalten, gab er an.

Umweltminister stellt sich vor Wolfsberaterin

Im Niedersächsischen Umweltministerium kam die Konfrontation mit der Wolfsberaterin nicht gut an. Man verurteile die Vorgänge aufs Schärfste und stelle sich vor die Frau, teilte ein Ministeriumssprecher mit. Der Bauernverband distanziert sich vom Verhalten des Landwirts.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 17.03.2021 | 07:30 Uhr

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