Stand: 30.04.2020 21:29 Uhr

Viertklässlerin scheitert bei OVG mit Eilantrag

Schülerinnen © dpa Foto: Patrick Seeger
Ab Montag müssen Viertklässler in Niedersachsen wieder in die Schulen (Symbolfoto).

Ist die für kommenden Montag geplante Rückkehr der Viertklässler in die Grundschulen eine ungerechtfertigte Benachteiligung für die Schüler anderer Jahrgänge? Eine Grundschülerin ist deswegen - unterstützt von ihren Eltern - vor Gericht gezogen, um per Normenkontrolleilantrag zu verhindern, dass sie ab 4. Mai wieder in die Schule muss. Beim Oberverwaltungsgericht (OVG) in Lüneburg endete diese Hoffnung: Der 13. Senat lehnte den Antrag der Schülerin aus einer nicht näher genannten niedersächsischen Gemeinde ab (Az.: 13 MN 131/20). Der Beschluss ist unanfechtbar.

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Gericht sieht keine "überzeugenden Gründe"

Die Richter räumten zwar ein, dass es durch die schrittweise Wiederaufnahme des Präsenzunterrichts zu einer vorübergehenden Ungleichbehandlung komme. Diese sei allerdings sachlich gerechtfertigt, teilte eine Sprecherin mit. Das nach Jahrgängen abgestufte Vorgehen diene der Vermeidung eines unkontrollierbaren Wiederanstiegs der Neuinfektionen. "Überzeugende Gründe", die Grundschulen von dem Vorgehen auszunehmen, seien zudem nicht zu erkennen. Darüber hinaus seien Viertklässler in den Grundschulen am ehesten in der Lage, hygienische Maßnahmen vorzunehmen und den gebotenen Abstand weitgehend einzuhalten, so die Sprecherin.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Aktuell | 01.05.2020 | 08:00 Uhr

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