Stand: 16.11.2019 08:20 Uhr

Lüneburg: Ochtmisser Kirchsteig sinkt und sinkt

Eine Straßenecke mit Fahrbahn und Wegen. Im Grüngebiet neben der Fahrbahn ist eine Sekung zu erkennen. Fahrbahn und Wege sehen gnicht abgesenkt aus (Frommestraße Ecke Bastionstraße). © Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hansestadt Lüneburg Foto: Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Hansestadt Lüneburg
Die Fahrbahn der Bastionstraße wurde gerade saniert. Hier lässt sich die Absenkung der angrenzenden Frommestraße recht deutlich erkennen.

Eine Stadt sackt ab. Lüneburg wurde einst reich durch Salz , doch jetzt sorgt eben das für Probleme. Denn Teile der Altstadt stehen auf einem Salzstock und dieses Salz wird nach und nach vom Grundwasser ausgespült. So entstehen Hohlräume und irgendwann auch Absackungen. Es kam bereits zu Abstürzen von Häusern, Straßen und Kanäle mussten saniert werden. Die Stadt versucht zwar, die Senkungen zu kontrollieren. Doch: "Auf die Senkung an sich haben wir keinen Einfluss", sagte eine Sprecherin NDR.de. Will heißen, es gibt keine wirksamen Gegenmittel. Es kann nur gemessen, protokolliert und verglichen werden.

Über 30 Zentimeter abgesunken - erneut

Derzeit macht die Straße Ochtmisser Kirchsteig am meisten Sorgen: Dort erwartet das Bauamt der Stadt eine Senkung von bis zu 32 Zentimetern bis zum Ende des Jahres. Auch in den vergangenen Jahren sackte der Boden hier im Schnitt um 30 Zentimeter nach unten. Ein anderer neuralgischer Punkt in der Stadt war die Frommestraße. Doch von dort gibt es offenbar bessere Nachrichten. "Nach Jahren mit zweistelligen Senkungsraten an den am stärksten betroffenen Stellen ist es inzwischen ruhiger geworden", heißt es von der Stadt. Teile der angrenzenden Bastionstraße wurden saniert.

300 Messpunkte im Stadtgebiet

In den 1970er-Jahren sei vor allem die westliche Altstadt in Lüneburg betroffen gewesen. Dort sackte die Erde so stark ab, dass zahlreiche Häuser nicht zu retten waren. Heute bewege sich der Boden nach Angaben der Sprecherin dort seit langem an vielen Stellen nur noch um Millimeter im Jahr. Das Hauptaugenmerk liege daher auf dem Bereich Frommestraße/Bastionstraße und dem Ochtmisser Kirchsteig. Insgesamt gibt es nach Angaben der Sprecherin 300 Messpunkte, die über das ganze Stadtgebiet von Lüneburg verteilt sind. Das Gebiet, das messtechnisch überwacht wird, umfasse etwa 1,8 Quadratkilometer. Das Lüneburger Stadtgebiet ist etwa 70,4 Quadratkilometer groß.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 13.11.2019 | 17:00 Uhr

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