Stand: 14.12.2018 11:56 Uhr

Leuphana-Uni: Endkosten stehen noch immer nicht fest

Von 58 auf mehr als 100 Millionen? Was der Libeskind-Bau gekostet hat, ist noch immer nicht klar.

Die Endabrechnung der Leuphana Universität Lüneburg für ihr neues Zentralgebäude wird nicht - wie von der Uni geplant - bis Ende des Jahres fertig. Das teilte ein Universitätssprecher mit. Grund seien ausstehende Handwerkerrechnungen im zum Teil sechstelligen Bereich, deren Höhe noch nicht genau beziffert werden kann. Uni-Leitung und das niedersächsische Wissenschaftsministerium gehen davon aus, dass die Kosten insgesamt bei mehr als 100 Millionen Euro liegen werden. Finanziert sind allerdings erst rund 93 Millionen Euro. Es klafft also eine Millionenlücke. Die Uni ist zuversichtlich, dass sie nicht allein zahlen muss. Ob der Steuerzahler noch einmal ordentlich in die Tasche greifen muss, bleibt weiterhin offen. Ursprünglich waren für den Bau des US-amerikanischen Star-Architekten Daniel Libeskind 58 Millionen Euro geplant.

Handwerksbetriebe haben Schlussrechnung noch immer nicht gestellt

Warum die Firmen eineinhalb Jahre nach der Endabnahme nicht ihr restliches Geld fordern, sei unverständlich, sagt Leuphana-Sprecher Henning Zühlstorff. Auch Kreishandwerkerschaft und Bund der Steuerzahler zeigten sich irritiert und werteten es als ungewöhliches Verhalten, dass die Firmen ihr Geld nicht einfordern. Um welche Summen es sich genau handelt, will die Uni nicht bekannt geben, ebenso wenig wie eine Schätzung, was das 2017 auf dem Universitätscampus fertiggestellte Gebäude am Ende insgesamt kosten wird. Der Libeskindbau beherbergt das Audimax, ein Forschungszentrum, studentische Arbeitsplätze und Seminarräume sowie eine Cafeteria.

Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 14.12.2018 | 06:30 Uhr

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