Stand: 17.04.2019 08:51 Uhr

Fluchtverhalten wird Mufflons zum Verhängnis

1903 wurden Wildschafe in mehreren Ländern ausgesetzt. (Archivbild)

Der Naturschutzbund (NABU) geht davon aus, dass die Wildschafe in Niedersachsen langfristig aussterben könnten. Das sagte der NABU-Artenschutzexperte Sebastian Kolberg in Berlin mit Verweis auf die Rückkehr der Wölfe. Ursache sei das eigentümliche Fluchtverhalten der Mufflons, das die Wildschafe aus ihrer bergigen Heimat mitgebracht haben. Schleicht sich ein Verfolger an, so machen sie einen kurzen schnellen Sprint, dann bleiben sie stehen. In ihrer Heimat konnten sie sich so auf Felsen und Klippen retten. Ein wichtiges Vorkommen der Wildschafe in der Göhrde östlich von Lüneburg sei bereits erloschen. Kolberg sagte aber auch: "Die Möglichkeit, dass kleine Inselvorkommen bei entsprechenden Lebensräumen mit trockenen und felsigen Böden überleben werden, ist nicht auszuschließen." Die von Jägern als Muffelwild bezeichneten Tiere wurden 1903 in mehreren Ländern als Jagdwild oder schmückender Zugewinn für Parks und Waldgebiete ausgesetzt. Noch gibt es die Schafe im Harz und in Schaumburg-Lippe.

Ein Unfallbild auf einem kleinen Kamera-Bildschirm vor einem Bildmischer-Bildschirm. © NDR Foto: Eric Klitzke

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Lüneburg | 17.04.2019 | 07:30 Uhr

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