Stand: 25.08.2020 16:59 Uhr

Apfelernte im Alten Land: Auflagen für Erntehelfer

Ein Apfel der Sorte Elstar hängt an einem Zweig auf einer Plantage bei Braunschweig. © dpa-Bildfunk Foto: Peter Steffen
Die Äpfel im Alten Land müssen bald gepflückt werden - dafür werden rund 3.500 Erntehelfer benötigt (Themenbild).

Im Alten Land, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Europas, laufen die Vorbereitungen für die Apfelernte. Die Corona-Krise stellt die rund 600 Betriebe dort vor große Herausforderungen. Über allem steht die Angst vor einer Corona-Infektion unter den Erntehelfern - und den daraus folgenden Konsequenzen. In diesen Tagen reisen rund 3.500 Erntehelfer an - vor allem aus Polen, aber auch aus Risikogebieten in Rumänien.

Videos
Äpfel im Alten Land.
3 Min

Schwierige Apfelernte in Zeiten von Corona

Im Alten Land steht die Apfelernte an. Auf dem Obsthof Buchterkirch wurden alle notwendigen Vorkehrungen für die Zusammenarbeit mit den Erntehelfern aus Polen und Rumänien getroffen. 3 Min

Konsequente Tests geplant

Ulrich Buchterkirch, selbst Obstbauer und Vorsitzender der Fachgruppe Obstbau beim niedersächsischen Landvolk, spricht von einer angespannten Situation. Seit März mache er sich Gedanken, ob und wie die Ernte stattfinden kann, sagte Buchterkirch. Für seinen Betrieb will er alle Erntehelfer konsequent auf das Virus testen lassen. Vorbild sei das Prozedere bei Reiserückkehrern: Wer aus einem Risikogebiet komme, werde innerhalb der ersten 72 Stunden hier vor Ort getestet, sagte Buchterkirch NDR 1 Niedersachsen. Zudem sollen den anderen Erntehelfern Tests auf freiwilliger Basis angeboten werden.

Kleine Gruppen, wenig Kontakt

Für weitere Sicherheit sollen strenge Hygieneregeln, etwa im Sanitärbereich und in den Unterkünften, sorgen. Außerdem dürfen die Erntehelfer nach ihrer Ankunft die Höfe zunächst nicht verlassen. Frauen und Männer arbeiten getrennt voneinander, in kleinen Gruppen. Der Kontakt zu Kollegen und Einheimischen soll möglichst klein gehalten werden. "Wer zusammen anreist, wohnt auch zusammen und arbeitet zusammen", sagte Buchterkirch. So soll vermieden werden, dass im Fall einer Corona-Infektion der gesamte Betrieb unter Quarantäne kommt.

Insgesamt rechnen die Obstbauern dieses Jahr mit einer durchschnittlichen Apfelernte. Im europäischen Vergleich stehe das Alte Land gut da, hieß es.

Weitere Informationen
Eine Person pflückt in Jork Äpfel der Sorte "Jonagored". © dpa - Bildfunk Foto: Carmen Jaspersen

Altes Land: Die Sorgen vor Beginn der Apfelernte

In ein paar Wochen beginnt die Apfelernte im Alten Land rund um Jork - unter Corona-Bedingungen. Es sei eine angespannte Situation, sagt Landvolk-Vorsitzender Ulrich Buchterkirch. mehr

An einem Apfel am Baum ist ein Fleck zu sehen. © TV Elbnews

Zu viel Sonne: Obstbauern sorgen sich um Ernte

Auch Äpfel können Sonnenbrand bekommen. Als besonders gefährdet gelten norddeutsche Sorten wie der Holsteiner Cox. Obstbauern im Alten Land beregnen nun die Früchte. mehr

Dieses Thema im Programm:

Hallo Niedersachsen | 25.08.2020 | 19:30 Uhr

Mehr Nachrichten aus der Region

Eine Tulpe liegt auf einem Stein mit der Aufshcrift 'Wir Gedenken'. © dpa-Bildfunk Foto:  Philipp Schulze/dpa

Im Netz: Bergen-Belsen gedenkt heute Befreiung vor 76 Jahren

Gedenkstättenleiterin Gryglewski fordert im Vorfeld von der Politik, stärker gegen Antisemitismus Stellung zu beziehen. mehr

Mehr Nachrichten aus Niedersachsen