
300.000 Euro kassiert? Prozess gegen mutmaßliche Schleuser
Am Landgericht Stade hat der Prozess gegen eine mutmaßliche Schleuserbande begonnen. Drei Frauen und zwei Männer sind unter anderem wegen gewerbs- und bandenmäßigen Einschleusens in 31 Fällen angeklagt. Laut Anklage haben sie zwischen 2021 und 2023 syrische Staatsangehörige illegal nach Deutschland gebracht. Für einen Geldbetrag sollen sie für die Menschen Flüge über Griechenland in andere europäische Städte wie Zürich oder Luxemburg organisiert haben. Außerdem sollen sie die sogenannte Balkanroute genutzt haben, heißt es in der Anklage. Mit Autos, der Bahn oder Bussen haben die Angeklagten demnach den Flüchtlingen die Einreise nach Deutschland ermöglicht. Dafür sollen sie auch Reisedokumente verteilt haben. Laut einem Gerichtssprecher sollen die Angeklagten insgesamt mehr als 300.000 Euro von den Flüchtlingen erhalten haben. Die mutmaßliche Schleuserbande war im September bei einer Razzia festgenommen worden.