Stand: 05.03.2019 20:51 Uhr

Windkraft: Oberverwaltungsgericht kippt Vorgaben

Die Region Hannover hat vor dem Oberverwaltungsgericht Lüneburg eine Schlappe kassiert. Die Vorgaben der Region für neue Windkraftanlagen sind unwirksam. (Themenbild)

Das Oberverwaltungsgericht Lüneburg hat am Dienstag die Vorgaben der Region Hannover für neue Windkraftanlagen gekippt. Das Gericht erklärte in seinem Urteil einen Teil des Raumordnungsverfahrens, in dem es um Flächen für Windenergie geht, für unwirksam. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Der Region seien Fehler unterlaufen, hieß es in der Urteilsbegründung. Ein Beispiel sind die Abstände zwischen Windrädern und Gebäuden. Das Gericht bemängelte, dass zu Fabriken 800 Meter einzuhalten seien, zu Wohnhäusern aber teilweise nur 600 Meter.

Kommunen begrüßen Urteil

Geklagt hatten unter anderem die Stadt Pattensen sowie die Stadt Barsinghausen und deren Stadtwerke. Torsten Holzhausen von den Stadtwerken Barsinghausen begrüßte das Urteil. Die geplante Vorrangfläche für Windräder im Bereich eines Trinkwasserbrunnens sei damit hoffentlich endgültig vom Tisch. Christine Karasch, Baudezernentin der Region Hannover, kündigte an, die Region werde nun neue Vorgaben erarbeiten.

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 06.03.2019 | 07:30 Uhr

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