Stand: 20.03.2019 19:15 Uhr

Wie geht es weiter bei der Nord/LB?

Womit soll die Nord/LB in Zukunft ihr Geld verdienen?

Die angeschlagene Landesbank Nord/LB soll kleiner, schlagkräftiger und nachhaltig rentabel werden und auch ein Stellenabbau sei "leider unausweichlich". So hieß es Anfang März bei der gemeinsamen Kabinettssitzung der Landesregierungen von Niedersachsen und Sachsen-Anhalt, die beide Träger des Kreditinstituts sind. Aber wie soll das aussehen? Ein Plan für ein neues Geschäftsmodell für die Nord/LB liegt nach Angaben von Vorstandschef Thomas Bürkle noch nicht vor. Es gebe jedoch gute Fortschritte, sagte Bürkle am Rande der Personalversammlung am Mittwoch.

Gewerkschaft fordert Haustarifvertrag

"Wir wissen nicht, was die Zukunft bringt, und das sorgt für erhebliche Unruhe in der Belegschaft", sagte Bankenexperte Jörg Reinbrecht von der Gewerkschaft ver.di vor Beginn der Personalversammlung. Ver.di macht dafür auch die Träger der Landesbank verantwortlich. Die Sparkassen und das Land Niedersachsen seien sich nicht einig darüber, womit die Bank künftig ihr Geld verdienen solle, sagte Reinbrecht NDR 1 Niedersachsen. Er fordert einen Haustarifvertrag. Der müsse den Kündigungsschutz regeln und sicherstellen, dass sich die Arbeitsbedingungen für die verbleibenden Beschäftigten nicht verschlechtern. Auch viele Beschäftige hätten einen solchen Haustarifvertrag in der Personalversammlung gefordert. Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) sagte, das Land stehe zur Nord/LB. Es sei aber klar, dass sie kleiner und regionaler werden, müsse um zukunftsfest zu sein.

Weitere Informationen

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Dieses Thema im Programm:

NDR 1 Niedersachsen | Regional Hannover | 20.03.2019 | 17:00 Uhr

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